Herausgegeben von Harald Bodenschatz, Aljoscha Hofmann und Cordelia Polinna. Radialstraßen durchqueren die gesamte Stadtregion - vom Zentrum über die Innenstadt, die innere Peripherie bis in den suburbanen Raum. Sie vermitteln Nutzungsvielfalt, Austausch, Begegnung, Mobilität. Zusammen mit der Großstadt in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts entstanden, wurden die Radialstraßen vor allem im dritten Viertel des 20. Jahrhunderts durch den Verkehr entwertet. Heute stehen wir am Beginn einer Renaissance der Radialstraßen: Eine neue Mobilität und ein neues Verhältnis zum öffentlichen Raum werden diese Straßen nachhaltig verändern. Das vorliegende Buch plädiert daher für einen Radialen Städtebau, für eine (Re)Urbanisierung der großen Radialstraßen und für einen Abschied von der autogerechten Stadtregion.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 26.02.2014
Robert Kaltenbrunner kann die Stadt neu entschlüsseln mit diesem von Harald Bodenschatz, Aljoscha Hofmann und Cordelia Polinna herausgegebenen Buch zum Thema "Radialer Städtebau". Was radial hier meint, lernt Kaltenbrunnner natürlich auch. Es geht um die großen Ringstraßen der Städte und ihre Funktion gestern und heute. Der Forderung der Autoren, diese Straßen als Herzkranzgefäße der Stadt wiederzubeleben, kann Kaltenbrunner sich anschließen, nachdem er anhand von acht Berliner Beispielen und einigen Vergleichen von London über Paris bis New York erfahren hat, was Radialstraßen bedeuten: Mobilität, Durchlässigkeit, aber auch Robustheit und eine Einladung zum Bleiben. Die Analysen und Vorschläge zu "postfossiler" Stadtplanung, wie sie der Band zur Verfügung stellt, hört sich der Rezensent gerne an.
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