Ansgar Hoppe, Hansjörg Küster

Das Gartenreich Dessau-Wörlitz

Landschaft und Geschichte
Cover: Das Gartenreich Dessau-Wörlitz
C. H. Beck Verlag, München 2010
ISBN 9783406598593
Gebunden, 224 Seiten, 19,95 EUR

Klappentext

Mit 30 SW- und 40 Farbabbildungen. Das Gartenreich Dessau-Wörlitz ist eine in ganz Europa bekannte Kulturlandschaft entlang der Elbe. Sie umfasst Landschaftsparks nach englischem Vorbild sowie einige Schlösser, darunter Mosigkau, Luisum und Wörlitz. Das Gartenreich ist ein herausragendes Beispiel für die Umsetzung der Prinzipien der Aufklärung in einer Landschaftsgestaltung, die Kunst, Erziehung und Wirtschaft harmonisch miteinander verbindet. Jährlich ziehen die Schönheiten dieser Landschaft eine Dreiviertel Million Besucher an. Für sie und alle Liebhaber von Landschaftsparks haben Hansjörg Küster und sein Koautor Ansgar Hoppe dieses reich bebilderte Landschaftslesebuch geschrieben, das sich mit Kulturgeschichte und mit Ökologie befasst, das sich sowohl als Geografiebuch wie auch als Parkführer lesen lässt. Es zeigt Zusammenhänge zwischen Gegebenheiten der Natur, der Jahrtausende währenden Landschaftsgestaltung und den Ideen und Metaphern auf, die sich Zeitgenossen und Nachgeborene zu den Landschaften machten und machen.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 27.07.2010

Das vorliegende Reise- und Handbuch, wie Sandra Kerschbaumer es nennt, hat's in sich. Immerhin geht es, wie Kerschbaumer feststellt, nicht allein um die Garten- und Landschaftsgestaltung im 18. Jahrhundert am Beispiel Dessau-Wörlitz. Die beiden Autoren Hansjörg Küster und Ansgar Hoppe erzählen der Rezensentin hingegen auch von der Schaffung des Elbe-Urstromtals durch eiszeitliches Gletscherwasser, von den geologischen und klimatischen regionalen Bedingungen sowie über die Siedlungs- und Nutzungsgeschichte. Dass dabei nie der Zusammenhang von Natur und Kultur aus dem Blick verloren wird, hält Kerschbaumer für ein Novum unter den wesentlich kunsthistorisch orientierten Arbeiten zum Komplex Dessau-Wörlitz, deren Ergebnisse die Autoren allerdings außerdem referieren. Vermisst sie auch Weitergehdendes zum praktischen Wirken des Fürsten Franz, so schätzt sie die gleichfalls im Band dokumentierten Veränderungen der Region im 19. und 20. Jahrhundert sowie den Ausblick in ihre infrastrukturelle Zukunft.
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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 26.06.2010

Als auf weite Strecken so lehrreiches wie augenöffnendes Vergnügen hat der Rezensent Burkhard Müller die Lektüre dieses Bandes sichtlich empfunden. Geschildert wird darin nicht weniger als die Geschichte eines recht einzigartigen Falls von Natur- und Menschengeschichte einer Landschaft, nämlich des Gartenreichs Dessau-Wörlitz. Das Wirken von Gletschern wie aber auch von Menschenideen und Menschenhänden bei der Einrichtung dieser heute recht singulär dastehenden Gartenreich-Landschaft werde überaus kenntnisreich geschildert. Der Plan, der hinter dem Aus- und Umbau der versteppten Gebiete lag, war aufklärerisch im Geist und unermüdlich waren die Ausführenden während eines ganzen Jahrhunderts. Heraus kam ein "agrarischer Musterstaat", in dem Natur nach dem Bilde des Gartens gebildet wurde. Etwas mühsam findet Müller einzig den beschreibenden zweiten Teil, alles andere hat er, das wird in der Rezension spürbar, mit angehaltenem Atem gelesen.
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