Wenn ich mir etwas wünschen dürfte

Intellektuelle zur Bundestagswahl 2017
Cover: Wenn ich mir etwas wünschen dürfte
Steidl Verlag, Göttingen 2017
ISBN 9783958293755
Gebunden, 236 Seiten, 16,00 EUR

Klappentext

Herausgegeben von Joachim Helfer, Marco Meyer und Klaus Wettig. Die Bundestagswahl im September fällt in eine Phase des Umbruchs. Jahrzehntealte Gewissheiten werden in Frage gestellt. Die Aufnahme und Verteilung von Flüchtlingen stellt die europäische Gemeinschaft auf den Prüfstand; ebenso das Austrittsgesuch der Briten. Die Abkehr und Abschottung der USA unter Präsident Trump verändern die Weltordnung. Deutschland und Europa stehen vor wachsenden Herausforderungen. Die wirtschaftlichen und sozialen Ungleichgewichte in Europa haben sich seit der Finanzkrise verschärft. Russland verhält sich aggressiv, die Türkei gleitet in die Diktatur ab, die Konflikte im Nahen Osten bleiben ungelöst. Populisten und Nationalisten stellen das Modell der offenen westlichen Gesellschaft in Frage. Gute Zeiten für Schwarzseher: Vielleicht gab es seit dem Krieg nie mehr Anlass für Befürchtungen, als gerade heute. Die Autorinnen und Autoren dieser Anthologie zur Bundestagswahl, Künstlerinnen und Intellektuelle verschiedener Disziplinen, sehen die Gefahren, aber sie glauben nicht an den Sieg der Vergangenheit über die Zukunft. Ihr Blick ist nach vorn gerichtet: Was können, was dürfen, was sollen wir von einem möglichen Machtwechsel in Berlin erhoffen? Wenn es zu einem Machtwechsel in Berlin kommt: Was können, was dürfen, was sollen wir uns erhoffen? Was würden wir uns wünschen?

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 17.08.2017

"Wenn ich mir etwas wünschen dürfte" lautet der hoffnungsvolle Titel eines Bandes, indem rund vierzig Intellektuelle sich pünktlich zum Wahlkampf zu aktuellen gesellschaftlichen und politischen Themen positionieren, erklärt Rezensent Harry Nutt - hoffnungsvoll deshalb, weil hier kaum die Rede sein kann von Wünschen, deren Reiz und Macht eben darin liegt, nicht an ihre konkrete Realisierung und Realisierbarkeit gebunden sein zu müssen. "Seltsam bescheiden" sind die meisten der hier versammelten Hoffnungen, wodurch die Wirkung auf solche, die wirklich der Überzeugung bedürfen, noch stärker als ohne hin schon geschwächt wird. Doch vielleicht ist der Band gerade wegen dieser Bescheidenheit lesenswert, gibt der Rezensent zu bedenken, denn er spiegelt eine aktuelle "gesellschaftliche Fantasielosigkeit", die durch alle Schichten läuft.

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