Was ist Leben - im Zeitalter seiner technischen Machbarkeit?

Beiträge zur Ethik der Synthetischen Biologie
Cover: Was ist Leben - im Zeitalter seiner technischen Machbarkeit?
Karl Alber Verlag, Freiburg 2011
ISBN 9783495484685
Kartoniert, 424 Seiten, 39,00 EUR

Klappentext

Herausgegeben von Peter Dabrock, Michael Bölker und Matthias Braun und Jens Ried. Durch die neuen Möglichkeiten der Synthetischen Biologie wird das konzeptionelle Verständnis des Lebens vor neue Herausforderungen gestellt. So entwickelt sich die Synthetische Biologie, die sich zurzeit noch ausschließlich im Bereich der Mikrobiologie bewegt, seit einigen Jahren mit rasanter Geschwindigkeit zu einem Forschungsbereich mit immensem Innovationspotential. Auf der Grundlage eines rationalen Designs zielt die Synthetische Biologie darauf ab, molekulare, zelluläre und organismische Einheiten zu konzipieren und zu erzeugen, die in einem breiten Spektrum von Anwendungsfeldern - vor allem in medizinischen und ökologischen Kontexten - bis dato nicht abzusehende Neuerungen erbringen könnten. Für die Synthetische Biologie ist dabei die Absicht essentiell, solche Strukturen und Entitäten zu erzeugen, die in dieser Form nicht in der bekannten Natur vorkommen und diese entweder mit "natürlichen" Formen zu kombinieren oder als de novo-Organismen zu etablieren und damit Leben von Anfang an technisch zu produzieren.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 24.11.2011

Da sich die synthetische Biologie noch in den Kinderschuhen befindet, gründen die moralphilosophischen und wissenschaftstheoretischen Auseinandersetzungen mit ihr notgedrungen vor allem auf Spekulation, sieht Manuela Lenzen ein. Sie hat sich mit Interesse in die ganz unterschiedlichen Beiträge dieses neuen Sammelbandes vertieft, der sich bemüht, das Feld überhaupt erst mal zu ordnen und zu kategorisieren und damit, wie sie findet, einen hilfreichen "Überblick" bietet. Da die synthetische Biologie in der Presse vor allem unter alarmistischen Vorzeichen beschrieben wird, geht für die Rezensentin ganz in Ordnung, dass in den Texten vor allem Grundsätzliches geklärt und Fragen nach der Sicherheit nachgegangen wird. Doch hätte sie gern mehr über den "Begriff des Lebens" im Licht der synthetischen Biologie gelesen, der darüber etwas in Vergessenheit geraten ist, wie sie kritisiert.
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