Ist das Buch über Haider noch "rechtzeitig" oder schon "zu spät" erschienen, fragt Werner A. Perger in seiner kurzen Besprechung. Einerseits rechtzeitig, urteilt er, denn es analysiere Haiders Technik, mit der er die Stimmung seines Landes geprägt hat. Und zu spät sei es nur insofern, als die "drei Weisen" Europas seine Analysen für ihren Bericht nicht mehr berücksichtigen konnten. Jedenfalls hätten sie hier eine hervorragende Checkliste für ihre Untersuchung gehabt. Ötsch zähle auf, was die Kennzeichen der Demagogie sind: "Doppelzüngigkeit, Sektenstruktur, Mythenbildung, Verschwörungsszenarien, Führerkult, Unterwerfungsstrategien, systematisches Lügen". Immerhin, meint Perger, können sich alle, die öffentlich mit Haider oder "seinen politischen Klonen" einmal zur Diskussion geladen sind, mit Hilfe dieses Handbuches gut vorbereiten.
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