Wie die meisten industrialisierten Länder wird die Schweiz durch demografische Prozesse fundamental verändert. Die Zunahme der individuellen Lebenserwartung und die Alterung der Bevölkerung werden zu zentralen Treibern gesellschaftlicher
Veränderung. Dieser Prozess ist nicht temporär, und er ist unvermeidlich. Wir müssen damit leben lernen. Die politische Durchsetzung essenzieller Reformen erscheint aber schwierig: Es entsteht die Gefahr, dass die Interessen verschiedener Generationen die Entwicklung der Gesellschaft behindern - oder sogar verhindern. Walter Kielholz skizziert Fakten und Effekte der demografischen Entwicklung. Vor dem Hintergrund sich verändernder politischer Kräfteverhältnisse werden Handlungsoptionen wie Produktivitätssteigerung, Zuwanderung und längeres Arbeiten diskutiert. Dabei geht es um die Frage: Was braucht es, damit wir als Gesellschaft vital und somit zukunftsfähig
bleiben?
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 15.06.2017
Mit Interesse bespricht Michael Ferber diesen Band, der im hauseigenen Verlag NZZ Libro erschienen ist. Auch in der Schweiz kündigt sich eine Alterung der Gesellschaft an, erfährt man da, und zwar deutlich: Im Jahr 2050 soll die Quote der über 65-Jährigen bei über 50 Prozent liegen. Stellt sich also die Frage, wie die betroffenen Gesellschaften Immobilität und eine Gerontokratie verhindern. Kielholz, Verwaltungsratspräsident der Swiss Re, zeigt hier einige Perspektiven auf, erläutert der Rezensent. Etwa die japanische "Bogenkarriere": In diesem Land, das schon länger mit dem Problem der Alterung kämpft, treten höhere Funktionäre in Unternehmen ab dem Alter von 55 ins zweite Glied zurück und verzichten auf einen Teil ihrer Einkünfte.
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