Gegenstand des Buches ist die Antikerezeption in der deutschen Literatur von der Mitte des 15. bis zum Ende des 20. Jahrhunderts. Es ist weniger auf die Nachwirkung als auf die Rezeption hin ausgerichtet, fragt also nicht so sehr nach Quellen und Einflüssen als vielmehr nach den Funktionen antiker Sujets innerhalb der jeweiligen geschichtlichen Situation und poetischen Konzeption, ohne dass jedoch die Spezifika des antiken "Erbes" ausgeblendet werden. Die Arbeit ist chronologisch aufgebaut und werkorientiert, so dass die einzelnen Autoren jeweils im Zusammenhang behandelt werden. Zu Beginn eines jeden Kapitels wird über den jeweiligen historischen, sozialen und intellektuellen Kontext der beschriebenen Epoche informiert.
Judith Hermann: Ich möchte zurückgehen in der Zeit Judith Hermann folgt den Spuren ihres Großvaters, der während des Zweiten Weltkriegs für die SS im polnischen Radom stationiert war. Sie verknüpft ihr Schreiben mit seiner… Norbert Gstrein: Im ersten Licht Zwei Weltkriege, ein Jahrhundert: ein eigenwilliges Leben voller Schönheit, Tragik und Widersprüche. Norbert Gstrein schenkt uns ein ganzes Menschenleben. Dabei ist jedes… Jana Hensel: Es war einmal ein Land In ihrem neuen Buch erzählt die Bestsellerautorin Jana Hensel vom Ende eines großen Traums. Denn das, was vor über 35 Jahren als Aufbruch in eine neue Ära begann, wird nun… Robert Menasse: Die Lebensentscheidung Frustriert von den Mühlen der Bürokratie, trifft Franz Fiala eine "Lebensentscheidung" und wirft seinen Job bei der Europäischen Kommission hin. Als er seine Mutter zum 89.…