Herausgegeben von Dierk Hoffmann, Marita Krauss und Michael Schwartz. Der vorliegende Band beleuchtet die Integration der Flüchtlinge und Vertriebenen nach 1945 in interdisziplinärer Perspektive vor dem Hintergrund der jüngsten Forschungsentwicklung. Dabei kommt der Parallelität der Integrationsverläufe in beiden deutschen Nachkriegsgesellschaften besonderes Gewicht zu. Der Sammelband bilanziert die bisherigen Resultate soziologischer, historischer und erfahrungsgeschichtlicher Forschung und vereinigt in gezielter deutsch-deutscher Gegenüberstellung Beiträge von Soziologen, Zeithistorikern, Politologen, Volkskundlern, Psychoanalytikern und Archivaren.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 26.03.2001
Viel Bekanntes, wenig bis gar nichts Neues, so das ernüchternde Urteil von Herbert Hupka über die vorliegende Studie. Ein "großspuriger Titel", der viel verspricht, aber gar nichts zur Klärung der offenen Fragen " angesichts der gemeisterten Eingliederung der Millionen Flüchtlingen und Vertriebenen" beiträgt. Einzig der Aufsatz von Manfred Wille über Vertriebene und politisch staatliches System in der SBZ/DDR vermag den Rezensenten etwas milder zu stimmen, da der Autor "informativ und gründlich" die "politische Akzeptanz der offiziellen Politik zur Oder-Neiße-Linie" erarbeitet. Verärgert bedauert der Rezensent, dass hier ein weiteres Mal die Chance vertan wurde, ein Forschungsdesiderat zumindest anzugehen.
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