"Ich bin froh, in Europa leben zu können und zu Europa zu gehören. Europa ist für mich einer von meinen wichtigsten Referenzrahmen im geistlichen und kulturellen Sinne. Das ist nicht wenig. Aber mehr ist es auch nicht. Eine gemeinsame Idee hat Europa nicht, es kann sie nicht haben und sie ist für Europa auch nicht notwendig." Vaclav Klaus (Passauer Rede, 16. September 2009)
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 11.04.2011
Mit großer Zustimmung hat Karl-Peter Schwarz dieses Buch von Vaclav Klaus über Europa gelesen. Er schätzt den tschechischen Präsidenten als aufrechten Liberalen, sieht in ihm eine Art "letzten Ritter" des Liberalismus, ja einen "letzten Ritter gegen die EU". Eine kritische Würdigung der Ansichten des Politikers scheint nicht gerade das Ziel des Rezensenten. Im Gegenteil. Er teilt die Kritik des Autors an der EU voll und ganz. Und er hebt hervor, viele Prognosen des Autors seien schon eingetroffen, etwa, dass das "Experiment des Euro" ökonomisch gescheitert sei. Auch Klaus' Enttäuschung von über die seines Erachtens zu wenig marktwirtschaftliche Entwicklung in den ehemals kommunistischen Länder des Osteuropas kann Schwarz gut nachvollziehen.
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