Mit Beiträgen u.a. von Bronislaw Geremek, Anthony Giddens, Adolf Muschg und Hans-Ulrich Wehler. Die Gründungsverträge der Europäischen Gemeinschaft wurden am 25. März 1957 in Rom von Frankreich, der Bundesrepublik Deutschland, Italien, Belgien, den Niederlanden und Luxemburg unterzeichnet. Zwischenzeitlich ist aus dem Europa der sechs ein Zusammenschluss von nunmehr 27 Staaten geworden. Von der Vision der europäischen Einigung geleitet, wonach Krieg in Europa nur durch friedlichen Zusammenschluss der Völker zu verhindern ist, hat sich in einem langen Integrations- und Vertiefungsprozess die Europäische Union entwickelt. Fünf Jahrzehnte nach der Gründung des institutionell verfassten gemeinsamen Europas muss die Frage diskutiert werden, ob die Gemeinschaft auch eine von den Menschen getragene Identität besitzt. Elementarer Bestandteil jeder Identität ist das Bewusstsein eines gemeinsamen Gedächtnisses. Gibt es dies in Europa überhaupt? Was wird erinnert? Nur das halbe Jahrhundert seit den Römischen Verträgen? Oder existiert ein tiefer reichendes historisches Erinnern der Europäer jenseits des jeweiligen nationalen Gedächtnisses?
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 06.06.2008
In seiner Besprechung dieses Buches belässt es Leonard Neidhart beim Referat, zu einem Urteil kann er sich nicht durchringen. Der Band versammelt acht Vorträge, die zum 50-jährigen Jubiläum der Römischen Verträge im vorigen Jahr in Aachen gehalten wurden. Es geht um die europäische Identität, die gemeinsame Erinnerung und die geteilte Geschichte. Der Rezensent umreißt kurz die Beiträge von Helmut König, Hans-Ulrich Wehler, Adolf Muschg, Norbert Frei, Bronislaw Geremek und Karl Schlögel, die ihre Positionen zu Erinnerung und Geschichte, Türkei-Beitritt und Ost-Erweiterung darlegen. Präferenzen zeigt der Rezensent nicht.
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