Uwe Hoßfeld, Thomas Junker

Die Entdeckung der Evolution

Eine revolutionäre Theorie und ihre Geschichte
Cover: Die Entdeckung der Evolution
Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 2001
ISBN 9783534142088
Gebunden, 264 Seiten, 30,17 EUR

Klappentext

Die Evolutionstheorie ist wohl ohne Zweifel die wichtigste und revolutionärste Theorie der Naturwissenschaften. Stark angefeindet, manchmal auch bewusst missdeutet und missbraucht, schaffte der Evolutionsgedanke letztendlich doch den Durchbruch.In den ursprünglichen Darwinismus sind viele neue Gedanken und Theorien eingeflossen, so dass die heutige Evolutionstheorie von keinem ernst zu nehmenden Wissenschaftler mehr in Frage gestellt wird. Der lange Weg des Evolutionsgedanken mit all seinen Kontroversen wird in diesem Buch anschaulich mit vielen Original-Zitaten dargestellt.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 14.05.2002

Genüsslich ergießt Rezensent Alexandre Métraux seinen Spott über Thomas Junkers und Uwe Hoßfelds Monografie über die Entdeckung der Evolution. So spannend wie die zweite Wiederholung eines Spielresultats nach dem Ende eines Spiels, dessen Ausgang bis zum letzten Augenblick offen war, sei diese "brave Erfolgsstory" der Evolutionstheorie, höhnt Métraux. Keinen "zündenden Neuansatz" findet Métraux darin, vom revolutionären Charakter, der der Evolutionstheorie laut Untertitel des Buches innewohnt, merkt er auch nichts, und was die Könnerschaft der Autoren anbelangt - nun ja... Gereicht hat sie nach Ansicht des Rezensenten immerhin für die Niederschrift eines nützlichen Überblicks für Leute, "die rasch Orientierung in dem Geflecht von Hypothesen, Erklärungsversuchen und theoretischen Verlegenheiten seit der Zeit Jean-Baptiste Lamarcks suchen". Eben solche Leser wird das Buch nach der etwas dünkelhaften Einschätzung des Rezensenten dann auch begeistern - er selbst hat ganz offenbar sehr viel höhere Ansprüche.
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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 28.09.2001

Eine ideologische Mission, die sich unschuldig hinter dem Prädikat "Allgemeine Einführung" versteckt, sieht der Rezensent Thomas Weber hinter diesem Buch über die Evolutionsbiologie und attestiert den Autoren Thomas Junker und Uwe Hoßfeld ein ahistorisches Verständnis von Wissenschaftsgeschichte. Die Autoren sind seiner Meinung nach eifrig dabei, den überwunden geglaubten Gegensatz von Wissenschaft und Religion wieder zum Leben zu erwecken und legen dabei einen geradezu "antireligiösen Eifer" an den Tag. Dabei ist in dem Universum der Autoren die Wissenschaft gut und "alles Böse, das ihren Fortgang aufhält oder als Folge ihrer Anwendung geschieht, ist Konsequenz außerwissenschaftlicher, ideologischer Verunreinigungen". Deswegen gehen die Autoren des Rezensenten Meinung nach überhaupt nicht auf das "soziale, kulturelle und politische Umfeld" der wissenschaftlichen Forschung ein. Vor diesem Hintergrund fehlt Weber zum Beispiel eine kritische Auseinandersetzung mit dem Beitrag deutscher Evolutionsbiologen zur Rassenpolitik im Nationalsozialismus. So ist das Buch der beiden für ihn nichts weiter als "Erbauungsliteratur" für Wissenschaftsfreaks.
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