Aus dem Englischen von Sebastian Vogel. Bislang blieb ein Rätsel der Evolutionstheorie ungelöst: Ist wirklich nur zufällige Mutation die Ursache von Flügeln, Facettenaugen, Photosynthese und des ganzen Reichtums der Arten? Jetzt wissen wir: nein! Der Evolutionsbiologe Andreas Wagner hat Gesetze entdeckt, die es der Natur gestatten, neue Moleküle und Mechanismen herauszubilden, die eine schnelle Anpassung der Arten ermöglichen: wie der Kabeljau, der im Eiswasser dank eines Proteins überlebt, das den Gefrierpunkt seiner Körperflüssigkeit herabsetzt. Sorgfältig argumentiert und mit vielen Beispielen veranschaulicht, präsentiert Andreas Wagner jetzt den letzten Baustein der Darwinschen Theorie - er zeigt, wie das Neue in die Welt kommt.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10.10.2015
Rezensent Thomas Weber räumt die Schwierigkeit der Lektüre ein, aber auch den Erkenntnisgewinn von Andreas Wagners Buch zu den Strukturprinzipien biologischer Systeme als Voraussetzung für evolutionäre Entwicklung im Sinne Darwins. Was der Biologe in seinem Buch vorstellt, schließt laut Weber eine Lücke. Redundanz, Standardisierungen, Konnektivität, das sind einige der Bedingungensarten, die der Autor laut Weber anführt und erläutert. Das fordert die Leserin, meint er, sorgt bei ihr aber auch für ein Update in Sachen Evolutionsbiologie.
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