Jürgen Neffe

Darwin

Das Abenteuer des Lebens
Cover: Darwin
C. Bertelsmann Verlag, München 2008
ISBN 9783570010914
Gebunden, 527 Seiten, 22,95 EUR

Klappentext

Fünf Jahre erkundete Charles Darwin ab 1831 auf einem Segelschiff, der Beagle, die Erde und revolutionierte mit seinen dabei gewonnenen Erkenntnissen das Bild vom Leben. Er ging als Gottesgläubiger und kehrte als Begründer der Evolutionstheorie zurück. Zum Darwin-Jahr 2009 reist Jürgen Neffe auf Darwins Spuren zu abgelegenen Inseln, durchstreift Urwälder, trifft Indianer, Naturschützer und Genforscher. Immer im Sog der Grundfrage nach dem Geheimnis des Lebens. Da lässt sich am Strand von Rio über sexuelle Auslese nachdenken oder bei einem Ritt durch Patagonien über die natürliche Zuchtwahl.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 21.07.2009

Christian Schlüter hat sich mit einer Fülle von Publikationen über Charles Darwin vertieft, die anlässlich des Darwin-Jahres erschienen sind. Jürgen Neffe vermittelt in seinem Buch nicht nur einen Eindruck von der strapaziösen Reise Darwins mit der H.M.S. Beagle, er hat sich selbst auf die Spuren des Naturforschers begeben und ist ihm nachgereist, teilt uns der Rezensent mit. Zusätzlich hat der Autor viele Zitate von Darwin und nachfolgenden Naturforschern einfließen lassen und lässt die Leser auch an eigenen darwinistischen Gedanken teilhaben, verrät Schlüter. Dabei sei ein "Roadmovie der Wissenschaft" herausgekommen, lobt der Rezensent. Allerdings kann er sich eines Schmunzelns angesichts des "Wohlfühldarwinismus" nicht enthalten, der sich aus den eigenen Reiseimpressionen Neffes herauslesen lässt.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 07.02.2009

Angetan zeigt sich Rezensentin Barbara Kerneck von Jürgen Neffes Buch "Darwin – Das Abenteur des Lebens". Sie sieht darin zwei Bücher in einem: einen "überraschungsreichen" Abenteuerreisebericht sowie eine Biografie des großen Naturwissenschaftlers. Wie sie berichtet, hat sich Neffe auf die Spuren von Darwins großer Reise begeben und ist dessen Route nachgereist, wobei er ähnliche Verkehrsmittel wie sein Vorbild wählte: Frachtschiffe, Fischerboote und Pferde. In den Reportagen aus den von Darwin besuchten Regionen und Orten schildere der Autor seine Begegnungen mit Fischern, Kameraleuten und Chauffeuren und zitiere dazwischen immer wieder in Kursivschrift die Beobachtungen aus dessen Reisetagebüchern. "Wir erfahren daher von Ort zu Ort", resümiert die Rezensentin, "um wie viel besiedelter oder verwüsteter die Welt seither geworden ist und um wie viel weniger auf ihr jene Natur waltet, in der Darwin die Gesetze seiner Theorie fand."

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 17.10.2008

Was der Autor zu sagen hat, ist ein Buch wert, versichert uns Christopher Schrader. Tief haben sich die vielen Reisebekanntschaften Jürgen Neffes auf seiner Reise auf den Spuren Darwins eingeprägt. Zwar hält Schrader die Parallelisierung von Darwins "Die Fahrt der Beagle" und Neffes Spurensuche in Australien, Feuerland und andernorts immer dann für problematisch, wenn Neffe Darwins Leben und Werk arg rafft, zwischen den Quellen allzu leichtfertig hin- und herspringt oder Zeit und Raum außer Acht lässt. Und den Gegensatz zwischen Religion und Evolutionslehre findet er hier auch viel stärker herausgestellt, als er es von Darwin selber kennt. Am Gewinn, den der Rezensent mit nach Hause trägt, ändert das allerdings wenig: Genaue Beobachtungen und die "ausdrucksvolle Prosa" Darwins, die der Autor dokumentiert, machen Schrader glücklich.
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