23 Kriege haben Frankreich und Deutschland in den letzten 400 Jahren geführt. Für den jungen Ulrich Wickert war Krieg mit Frankreich etwas ganz Normales. Wickert erzählt entlang seiner Biografie, wie die Freundschaft der "Erbfeinde" zur Europäischen Union führte. Als Journalist erlebte er persönlich, wie französische Präsidenten sich mit deutschen Kanzlern anfreundeten oder miteinander fremdelten. Er lernte sie alle kennen und erzählt unterhaltend auch von deren menschlichen Schwächen. Ulrich Wickert wirbt in seinem neuen Buch sehr entschieden für diese zentrale Säule eines starken Europas.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 24.08.2024
Rezensent Nils Minkmar applaudiert Ulrich Wickert, ein so positives und doch nicht verklärendes Buch über die deutsch-französische Freundschaft vorgelegt zu haben. Der Journalist könne hier aus seiner langjährigen Berufserfahrung schöpfen, die ihn über mehrere Kanzlerschaften hinweg die Mechanismen der deutsch-französischen Beziehungen aus nächster Nähe miterleben ließen - so durfte er etwa bei einem diskreten Treffen zwischen den Außenministern Hans-Dietrich Genscher und Roland Dumas zuhören, liest Minkmar gespannt. Auch um andere "Tandems" wie François Mitterrand und Helmut Schmidt, und später Mitterrand und Helmut Kohl geht es; und Wickerts Darstellung lehre dabei vor allem, wie für eine gute Beziehung mit jeder neuen Regierungskonstellation wieder aufs Neue gekämpft werden musste. Dass dafür auch eine Kenntnis der jeweils anderen Kultur eine nicht zu unterschätzende Rolle spielt, zeige Wickert ebenfalls einleuchtend auf, wenn er beispielsweise auf die Unterschiede zwischen einer französisch-verkappten und einer deutsch-direkten Absage eingehe. Für den Kritiker wird hier eine "zutiefst humanistische" Geschichte erzählt, die einen optimistischen Blick auf die Gegenwart ermöglicht, aber dennoch historisch detailliert bleibt und nicht zur "Eloge auf die guten alten Zeiten" wird.
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