Die Anschläge des 11. September 2001 bedeuten eine Zäsur in der Geschichte des Terrorismus. Sie sind der dramatische Ausdruck eines "neuen", transnationalen Terrorismus, der sich im Laufe der neunziger Jahre entwickelt hat. Erst dieser transnationale Terrorismus, paradigmatisch verkörpert durch das panislamistische Netzwerk Al-Qaida, erreicht ein globales Gefährdungspotential, während der Terrorismus "alten" Typs im wesentlichen lokale oder regionale Probleme aufwirft. Das Buch geht im Rahmen einer sozialwissenschaftlichen Analyse folgenden Fragen nach: Wie lässt sich dieser "neue" Terrorismus beschreiben und verstehen? Wie unterscheidet er sich von älteren Formen des Terrorismus und verwandten Strategien politischer Gewalt? Worin bestehen seine besonderen Charakteristika und Strukturen? Welche Bedingungen begünstigen die Entstehung und Verbreitung transnationaler Terrornetzwerke? Welche Herausforderungen ergeben sich daraus für die Terrorismusbekämpfung und wie sieht die aktuelle Bilanz des "Kampfs gegen den Terror" aus?
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 08.07.2006
Überaus aufschlussreich erscheint Thomas Leuchtenmüller dieses Buch über den neuen globalisierten Terrorismus, den der Politikwissenschafter Ulrich Schneckener vorgelegt hat. Er bescheinigt dem Autor eine sorgfältige Recherche sowie eine sachliche und gut lesbare Darstellung der Thematik. Neben der Infrastruktur des neuen Terrorismus untersucht der Autor nach Auskunft des Rezensenten Charakteristika, Zerstörungspotenzial, Umfeld und die Bekämpfung der Terroristen. Positiv wertet Leuchtenmüller insbesondere, dass es dem Autor gelingt, den eskalierten Streit zwischen Okzident und Orient in seiner Darstellung zu "entdramatisieren".
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