1931 wurde zum ersten Mal ein Flugzeug entführt: Peruanische Rebellen warfen damit Flugschriften über dem Urwald ab und gaben die Maschine dann der Fluggesellschaft PanAm zurück. Am 11. September 2001 flogen Al Qaida-Anhänger zwei Flugzeuge in die Türme des World Trade Center und inszenierten damit die erste große Terrorkatastrophe des 21. Jahrhunderts. Dazwischen liegen mehrere Serien von sehr unterschiedlichen Flugzeugentführungen. Sie stehen im Kontext der Kubanischen Revolution, des Nahostkonflikts, des "Deutschen Herbsts" (Mogadischu) und des Kalten Kriegs. Ausgeführt wurden sie von Terroristen und Rebellen, von Republikflüchtigen, Lösegelderpressern und Psychopathen. Sie sind die Kehrseite der zivilen Luftfahrt und der Preis, den moderne Menschen für den Traum von Freiheit in Form grenzenloser Mobilität zu zahlen bereit sind.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 04.06.2011
Selten findet man ein Sachbuch, das so viel Ordnung, so viel klaren Blick und dennoch "inspirierenden Humor" miteinander vereint, stellt Rezensent Hans-Jürgen Linke nach der Lektüre von Annette Vowinckels kulturgeschichtlichem Essay über "Flugzeugentführungen" fasziniert fest. In dieser realgeschichtlichen Materialsammlung gelinge Vowinckel nicht nur mit "hoch intelligentem" historischem Bewusstsein eine Typisierung von Verlaufsformen, Tätern und Absichten der Luftpiraterie, sondern insbesondere ein unterhaltsames und kenntnisreiches Stück Mediengeschichte, in welchem das Phänomen der Flugzeugentführung im Film, in der Literatur und in der Popmusik näher beleuchtet werde. Für den Rezensenten ist dieses Buch definitiv ein "Erkenntnisgewinn".
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