Tomer Gardi

Sonst kriegen Sie Ihr Geld zurück

Roman
Cover: Sonst kriegen Sie Ihr Geld zurück
Droschl Verlag, Graz 2019
ISBN 9783990590263
Gebunden, 160 Seiten, 20,00 EUR

Klappentext

Aus dem Hebräischen von Anne Birkenhauer. Tomer Gardi schreibt eine moderne Scheherezade-Geschichte im heutigen Israel. Ausgangspunkt ist ein Schriftsteller, der beim Arbeitsamt um Unterstützung ansucht. Bereits bei seiner Jobbezeichnung stößt er auf Widerstand: "So einen Beruf gibt es nicht, Schriftsteller." Findig wie er ist, schlägt der Autor einen Deal vor: Er erzählt dem Mann hinterm Schreibtisch eine Geschichte und bei Gefallen erhält der Schriftsteller den Stempel. So beginnt das Erzählen ums Überleben, das zugleich treibende Kraft in dem von Volten und Verweisen wimmelnden Roman ist.

Rezensionsnotiz zu Deutschlandfunk, 21.03.2019

Auch wenn Rezensent Paul Stoop nicht weiß, ob es sich beim neuen Buch von Tomer Gardi um einen Roman handelt oder doch um eine Reihe von miteinander verbundenen Stories, kann er dem Erzählen von Gardi einiges abgewinnen. Eigenwillig findet er, wie der Autor Stimmen und Orte wechselt, mit überraschenden Wendungen und Cliffhangern spielt und den Leser immer wieder auf die Folter spannt. Gardis absurde Geschichten lassen einen guten Alltagsbeobachter und humorvollen Erzähler erkennen, findet Stoop. Anne Birkenhauers Übersetzung von Gardis rhythmischem Stil findet Stoop klangvoll.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 19.03.2019

Rezensentin Insa Wilke mochte schon Tomer Gardis herrlich "bösen" Roman "Broken German". Dass der neue Roman nicht in gebrochenem Deutsch, sondern im Original auf Hebräisch geschrieben wurde, geht für die Kritikerin schon dank der gelungenen Übersetzung von David-Grossmann-Übersetzerin Anne Birkenhauer in Ordnung. Davon abgesehen aber ist auch dieses Buch über einen arbeitslosen Schriftsteller beim Arbeitsamt wunderbar skurril, freut sich Wilke: Gardis Zeichensetzung folgt ihrer eigenen Logik, Figuren vervielfachen sich plötzlich, die Geschichten entwickeln sich labyrinthisch und biblische, literarische und mythologische Verweise gibt es en masse, lobt die Rezensentin. Selten hat sie eine "Publikumsbeschimpfung" so genossen wie in diesem Roman.
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