Aus dem Ungarischen und mit einem Nachwort von Ivan Nagel. Diese bittere Geschichte eines Hundes und seines Besitzers im stalinistischen Nachkriegs-Ungarn wurde in Budapest im "Tauwetter"-Sommer 1956 veröffentlicht, wenige Monate vor dem Volksaufstand. Als Ivan Nagel die erste deutsche Ausgabe 1958 vorbereitete, war Dery als intellektueller und moralischer Wortführer des Aufstands verurteilt und eingesperrt.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 27.02.2002
E.T.A. Hoffmanns Kater Murr, Thomas Manns Bauschan und gleich daneben Tibor Derys Niki. So zumindest würde Rezensent Laszlo F. Földenyi die Reihe der wohl berühmtesten Haustiere der Literatur fortsetzen. Denn dem Autor sei es gelungen ein überzeugend "tragisches Tierschicksal" aus der Sicht des Hundes Niki zu zeichnen, ein "idyllisches" familiäres Paralleluniversum in der drückenden Zeit des ungarischen Stalinismus vor der Revolution von 1956. So scheint in diesem "zauberhaften Kurzroman", so der Rezensent verzückt, eher der Hund ein Bild von seinem Herrn zu zeichnen, jedoch subtil und ohne dabei der konkrete Erzähler zu sein. Die erzählerische Verbindung von historischen Gegebenheiten im beginnenden Zeitalter der Unterdrückung und der Lebensgeschichte eines Hundes und den "ihm anvertrauten" Menschen in dieser autobiografischen Erzählung, macht Tibor Dery zu einem "Schriftsteller von Format und europäischen Rang", urteilt der Rezensent.
Shida Bazyar: Die Lücken Heimesbach im Hunsrück ist ein fiktiver Ort, an dem sich neunzig Jahre deutscher Geschichte in die Mauern und Biografien eingenistet haben. Es ist eine Gemeinde, die ihre… Dana Vowinckel: Anton und Alma Anton und Alma lernen sich bei einem Schüleraustausch in der Bretagne kennen. Jahre später treffen sie sich auf einer Party wieder. Beide kommen aus Berlin und studieren… Eva Menasse: Alleinruhelage Nach dem Ende der Ehe steht eine Frau mit ihrem Wochenendhaus plötzlich allein da. Hier hat sie einst mit der Familie die Idylle gesucht und will nun den Neuanfang wagen.… Dörte Hansen: Broder "Es zählt nur einer auf dem Hof, das ist der Sohn, der bleibt. Aber die anderen, die übrig sind, die zweiten, dritten, vierten Söhne und die Töchter, die nicht zählen, bleiben…