Nach dem Ende des Ost-West-Konflikts ist die Zahl der Konflikte globalen Ausmaßes gestiegen. Die Nationalstaaten scheinen immer weniger in der Lage, diese Konflikte zu regulieren und zu lösen. Zugleich treten neue Akteure auf etwa terroristische Netzwerke oder transnationale zivilgesellschaftliche Gruppen. An Phänomenen wie Terrorismus, neuen Kriegen, Armut, Staatszerfall und Migration zeigt der Band, welchen Beitrag Theorien der Weltgesellschaft zur Erforschung neuer globaler Konflikte, ihrer Strukturen und Dynamiken leisten können.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 15.06.2007
Recht theorielastig, aber durchaus instruktiv findet Rezensent Leonhard Neidhart diesen von Thorsten Bonacker und Christoph Weller herausgegebenen Band. Deutlich wird für ihn, dass sich die entstehende Weltgesellschaft nicht auf die Weltwirtschaft oder weltumspannenden Organisationen von Politik, Religionen oder Sport reduzieren lasse, sondern dass auch normative, neoinstitutionelle, kommunikative oder systemische "Zusammenhänge" zu beachten seien, um Entstehung, Verlauf und Regelung von Konflikten besser zu verstehen. Die einzelnen Beiträge bewegen sich Neidharts Erachtens auf einem hohen Abstraktionsniveau, die Lektüre ist dementsprechend kein Sonntagsspaziergang. Neben Mathias Alberts und Stephan Stetters Untersuchung von Konzepte von Weltgesellschaft im Blick auf ihr Potenzial, Sicherheit und Konflikt hebt er Mark Herkenraths und Volker Bornschiers Beitrag über die Konflikte zwischen "transnationalen Konzernen und ihren zivilgesellschaftlichen Opponenten" als weltgesellschaftlichen Akteuren hervor. Bemerkenswert scheint ihm zudem der Aufsatz des Luhmann-Schülers Rudolf Stichweh, der sich an eine kommunikationstheoretische Definition von Weltgesellschaft macht.
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