Aus dem Amerikanischen von Andrea Kunstmann. Mit zahlreichen Abbildungen und Fotos. Wir wissen, die Anpassung an den menschgemachten Klimawandel ist ein Wettlauf gegen die Zeit - dabei ist die Natur uns mitunter schon einige große Schritte voraus. Von gefräßigen Borkenkäfern, die dank gestiegener Temperaturen heute ganze Wälder bedrohen, bis zu Eidechsen, denen die Evolution mehr Griffkraft bescherte, damit sie nicht von immer häufiger auftretenden Tropenstürmen weggeweht werden: Während wir noch diskutieren, sind die Antworten der Natur auf den Klimawandel bereits in vollem Gang - und dabei ebenso beunruhigend wie auch faszinierend. Feinfühlig und nuanciert, legt Naturschutzbiologe Thor Hanson die oft im verborgenen liegenden Geschichten vom Kampf der Natur gegen ein sich rapide änderndes Klima offen. Eine Reise an die Schauplätze des biologischen Wandels, welche die Konsequenzen der globalen Erwärmung unmittelbar greifbar macht und erahnen lässt, welche Tragweite unsere Entscheidungen für das Leben auf dem Planeten haben.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 03.12.2022
Anregend und informativ, doch zu gleichen Teilen auch besorgt und besorgniserweckend findet Rezensent Michael Lange Thor Hansons Ausführungen zu den Gefahren, die der Klimawandel für Flora und Fauna darstellt und zu den Antworten, die die Natur darauf bereithält. Der Autor kombiniere dabei persönliche und wissenschaftliche Sichtweisen, um zu erläutern, wie zum Beispiel circa 30 000 Arten auf der Suche nach neuen Lebensräumen sind oder wie die Evolution dafür sorgt, dass manche Tierarten die zunehmenden Temperaturen besser ertragen können. Diese Anpassungsfähigkeit, die den Rezensenten so erstaunt, wird aber auch durch Warnungen vor dem Artensterben und dem Klimawandel ergänzt. Lange lässt sich das gerne von Thor Hanson erläutern.
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