Als Kind und Jugendlicher war er ein Außenseiter, im 1. Weltkrieg ein Soldat wie Millionen andere, als Kunststudent scheiterte er. Wie konnte Adolf Hitler der politische Aufstieg gelingen? Wie schaffte er es, so viele Menschen für seine Theorien zu begeistern? Wie wurde er der mächtigste Mann in Deutschland, der Begründer des Nationalsozialismus, der "Führer"? Und wie sah der Alltag dieses Kriegsherrn, dieses Massenmörders aus? Wie hat er überhaupt regiert? Gab es ein Privatleben? Wie Hitler wurde, was er war: eine Biografie der zentralen Figur des Antisemitismus und Faschismus im 20. Jahrhundert. Auf dem neuesten Forschungsstand und mit Fotos von Hitlers "Leibfotograf".
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 25.11.2015
Rezensent Milos Vec trifft auf die klägliche Existenz Hitlers in dieser Biografie des Historikers Thomas Sandkühler. Dass der Autor hinter die PR-polierte Oberfläche Hitlers schaut und vor allem, dass er in einer für Teenager lesbaren Sprache schreibt, kurz, knapp und strukturiert, sind für Vec die großen Vorzüge des Buches, das sich ausdrücklich an jugendliche Leser wendet, aber auch für Erwachsene zweifelsfrei taugt, wie der Rezensent versichert. Der Spagat zwischen dem ernsten Stoff und einem lockeren Ton gelingt dem Autor laut Vec ohne Einfältigkeiten. Ebenso schafft es Sandkühler, auf dem neuesten Forschungsstand über Wirkungsgeschichte, volksgemeinschaftliche Narrative und Vernichtungsstaat zu berichten, staunt der Rezensent. Das Buch, für Vec Biografie und Gesellschaftsgeschichte in einem, hält er für ein neues Standardwerk.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 30.06.2015
Joachim Käppner freut sich, dass mit Thomas Sandkühlers Buch nun endlich ein Text vorliegt, der Abiturienten und interessierte junge Erwachsene mit der Biografie Hitlers vertraut macht. Basisfakten und Forschungserkenntnisse fasst der Autor laut Rezensent zusammen, ohne akademische Floskeln zu bemühen oder einen Spannungsbogen vermissen zu lassen. So wird Geschichte für Käppner mit Gewinn lesbar. Erkenntniserweiternd scheint ihm der Umstand, dass der Autor die Mitschuld der Deutschen am Holocaust thematisiert und den Weg von menschlichem Unvermögen hin zu ideologischer Besessenheit am Beispiel Hitlers nachzeichnet. Mit ein paar Fakten weniger und dafür mehr Zitaten und Szenen wäre der Band für Käppner sogar noch anschaulicher geworden.
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