Jakob Wassermann (1873-1934), Sohn eines jüdischen Spielwarenfabrikanten aus Fürth, war einer der meistgelesenen Autoren in der Weimarer Republik. Viele seiner Romane wurden zu internationalen Bestsellern, wie "Caspar Hauser" oder "Der Fall Maurizius". Henry Miller schrieb über "Der Fall Maurizius", er habe es so oft und so erschüttert gelesen wie kein anderes Buch. Thomas Kraft legt hier die erste klassische Biografie Wassermanns vor.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 11.02.2009
Ein schönes Beispiel für die allzu gut gemeinte Verinnerlichung eines zu besprechenden Textes bietet uns Hans-Albrecht Koch mit seiner Rezension von Thomas Krafts Biografie. Das Kraft sich dem Leben Jakob Wassermanns widmet und nicht der Werkanalyse, wie es bei Koch zu Beginn heißt, ist schon der aussagekräftigste Passus hier. Was folgt, ist ein Referat von Krafts Darstellung. Der Rezensent resümiert Wassermanns von der Spannung zwischen Judentum und Deutschsein geprägte Schriftstellerexistenz, seine materielle Not und seinen Kampf um literarische Anerkennung, so wie er es bei Koch gelesen hat. Letzterem gelingt mit diesem Buch laut Rezensent übrigens eine distanzierte, weder von Spekulation noch von Voyeurismus getragene Biografie.
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