Zum 100. Geburtstag von Mascha Kaleko: Leben und Werk der erfolgreichsten deutschsprachigen Lyrikerin des 20. Jahrhunderts: Mascha Kaleko wurde um 1930 in Berlin bekannt, sie gehörte zur künstlerischen Boheme um Kurt Tucholsky, Walter Mehring, Werner Finck und andere. Ihre ironischen, witzigen und gefühlvollen Großstadtverse werden geliebt.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 07.06.2007
Für ein "sehr schönes Buch" hält Hans-Albrecht Koch Jutta Rosenkranz' Biografie der Lyrikerin Mascha Kaleko, die heute 100 Jahre alt geworden wäre. Kaleko, Tochter jüdischer Einwanderer, begann Ende der zwanziger Jahre erste Gedichte zu veröffentlichen. Der ironische, humorvolle Tonfall ihrer Texte brachte ihr schon bald großen Erfolg bei Publikum und Kritik ein, wie der Rezensent zu berichten weiß. Mit dem Erstarken der Nationalsozialisten erhielt Mascha Kaleko Schreibverbot und war gezwungen, 1938 zusammen mit ihrem zweiten Ehemann, dem Komponisten Chemjo Vinaver, zu emigrieren, erinnert Koch weiter. Nach der Emigration, die sie zunächst in die USA und später nach Israel führte, fand Mascha Kaleko keine Heimat mehr. Für die Biografie hat Jutta Rosenkranz mithilfe des Deutschen Literaturarchivs Marbach erstmals zahlreiche Texte aus dem Nachlass ausgewertet. In einer referierenden Rezension würdigt Hans-Albrecht Koch die vielen Details der Biografie. Die Frage, ob Mascha Kalekos Gedichte dauerhaft gültig sind, stellt er, ohne sie zu beantworten.
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