Aus dem Russischen von Ganna-Maria Braungardt. Der Bericht einer abenteuerlichen Flucht voller Schrecken und Komik Teffy (1872-1952) war die berühmteste Satirikerin des Zarenreichs. Sie verkehrte in den exklusivsten Salons und saß mit Rasputin an einem Tisch. 1918 brach sie aus dem hungernden Moskau zu einer Lesereise nach Kiew auf. In Wirklichkeit jedoch floh sie wie andere Aristokraten, Künstler und gutbetuchte Bürger vor den Bolschewiki. Es wird eine Reise voller Gefahren für Leib und Leben und ein Abschied für immer.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 07.10.2014
Ein ebenso wunderbares wie eindringliches Buch kann Rezensentin Catrin Lorch mit "Champagner aus Teetassen" der als Teffy berühmt gewordenen Satirikerin und Dekadenz-Ikone Nadeshda Lochwizkaja annoncieren. Sie liest hier die Erinnerungen einer anfänglich auch von Lenin geschätzten Autorin an ihre Flucht aus Russland, die trotz Episoden in überfüllten Zügen, Pferdefuhrwerken und unter Beschuss in der Ukraine, stets lakonisch und angenehm knapp erzählt seien. Dennoch gelinge es ihr dank ihres "verzagten" Tonfalles und starker Bilder das Grauen unmittelbar fassbar zu machen, lobt die Kritikerin, die dieses Buch dringend empfehlen kann.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 20.08.2014
Die Geschichte der Schauspielerin Nadeshda Alexandrowna Lochwitzkaja, alias Teffy, über ihre unfreiwillige Reise durch Russland und die Ukraine im Jahr 1919, liest Cornelia Geissler mit Gewinn. Das liegt am Scharfsinn und am Humor der Autorin, die hier über ihren Fall aus der Sicherheit bürgerlichen Komforts in die ungemütliche Wirklichkeit des Bürgerkriegs berichtet. Geissler gefällt die Lebendigkeit der Schilderungen und Dialoge und die Schärfe der Perspektive, die auch 90 Jahre nach ihrer Erstveröffentlichung offenbar nichts an Faszination eingebüßt haben.
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