Aus dem Japanischen und mit einem Nachwort von Jutta Vogt. Ich-Erzählerin Tomoko, 44, ehemalige Dichterin, beginnt eine Affäre mit einem gleichaltrigen, seltsamen und hochgewachsenen Mann, der wie sie verheiratet ist. Da ihre Unterhaltungen sie nicht weiterbringen, beschränken sie sich schon bald auf Sex ...
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 14.07.2012
Rezensentin Katharina Borchardt rät zur Geduld: Es brauche schon eine Strecke von (überdies nicht eben hervorragend übersetzten) 60 Seiten, bis die Schilderung eines "reizlosen Mannes" durch eine klar dem Ökofeminismus der 80er Jahre zuweisbare Frau, die mit diesem eine sexuell wenig ergiebige Beziehung pflegt und ihn schließlich einer Freundin vererbt, ihren Witz entfalte. Dann aber ist dieser episodisch "wellenartig angelegte", in Japan im übrigen schon 1983 erschienene Roman, der viel über die Rahmungen und Möglichkeitsbedingungen von Glück und nicht zuletzt über das Verhältnis zwischen Mann und Frau nachdenke, durchaus lesenswert, findet die Rezensentin. Vorausgesetzt jedenfalls, dass man sich auf die spannungslose, "fast traumhafte" Lektüre einlassen kann.
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