Aus dem Japanischen von Martina Ebi. "Ohan" spielt in der ersten Dekade des 20. Jahrhunderts in einer kleinen, beschaulichen japanischen Burgstadt und erzählt die Geschichte des Taugenichts Kanoya, der zwischen seiner Ehefrau Ohan und seiner Geliebten hin- und hergerissen ist. Die Novelle erschien 1957, wurde mit dem Noma-Literaturpreis ausgezeichnet, 1984 verfilmt und liegt hier erstmals in deutscher Übersetzung vor.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 31.12.2011
Ein überraschter Ludger Lütkehaus gerät bei der Lektüre dieses bereits 1957 fertiggestellten, 1958 mit dem Frauenliteraturpreis ausgezeichneten japanischen Kurzromans durchaus ins Rätseln: Die "virtuos" umgekehrte Seitensprunggeschichte um einen "Nichtsnutz", den eine Affäre mit seiner sich der "tradierten Geschlechterhierarchie" fügenden Ex-Frau wieder an deren Seite spült, stehe im bemerkenswerten Kontrast zum unkonventionellen Lebenswandel der Autorin. Ist diese "tragische, öfter auch tragikomische", mitunter "zart" erzählte Geschichte somit als Parodie oder als "Utopie männlicher Einsicht" zu verstehen?, ist die Frage, deren Beantwortung der Rezensent seinen Lesern überlasst.
Juli Zeh: Pony Show Eine prominente Verlegerin unter Mordverdacht. Ein spektakulärer Schwurgerichtsprozess. Und die Frage: Wie verhandelbar ist die Wahrheit? Sie ist über fünfzig, verheiratet… Shida Bazyar: Die Lücken Heimesbach im Hunsrück ist ein fiktiver Ort, an dem sich neunzig Jahre deutscher Geschichte in die Mauern und Biografien eingenistet haben. Es ist eine Gemeinde, die ihre… Botho Strauß: Bleiben und Blicken In Botho Strauß' neuem Buch geht es um die Zeit und ihr Vergehen, um den Zauber der Kunst, um das Originale und das Eigentliche. Vor allem sind es Begegnungen und Nichtbegegnungen,… Dana Vowinckel: Anton und Alma Anton und Alma lernen sich bei einem Schüleraustausch in der Bretagne kennen. Jahre später treffen sie sich auf einer Party wieder. Beide kommen aus Berlin und studieren…