Szczepan Twardoch

Wale und Nachtfalter

Tagebuch vom Leben und Reisen
Cover: Wale und Nachtfalter
Rowohlt Berlin Verlag, Berlin 2019
ISBN 9783737100663
Gebunden, 256 Seiten, 24,00 EUR

Klappentext

Aus dem Polnischen von Olaf Kühl. Szczepan Twardoch schreibt nicht nur Romane, sondern beobachtet die Welt intensiv, mit allen Sinnen und in unterschiedlichen Rollen: als Autor, als Vater und als Reisender in abenteuerlichen Weltgegenden. Sehr persönlich erzählt er von Krakau und Warschau, von Deutschland und seinen Autobahnen; vom Aufwachsen seiner Kinder; von Ernst Jüngers Haus in Wilflingen oder, ein Höhepunkt des Buchs, vom exotisch kargen Spitzbergen, dem seit langem großpolitisch begehrten Archipel im hohen Norden, wo sich die Dramen der menschlichen Existenz wie unter einem eisigen Brennglas zeigen.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 14.06.2019

Insa Wilke hält Szczepan Twardochs Jahresbuch für geschichtsphilosophisch verzierten Männlichkeitskitsch. Dass Twardochs von der Geburt seines Sohnes angestoßene Gedanken über Vergänglichkeit abgesehen von einigen interessanten, anschaulichen und klugen Passagen leerlaufen, wie Wilke findet, liegt laut Rezensentin an der Ungenauigkeit und an der Statik der Texte. Auch wenn der Autor noch so viel über Wahrhaftigkeit spricht, am Ende bleibt das Buch von einigen "Wirklichkeitssplittern" abgesehen für Wilke  unlebendig. Der Ich-Erzähler als einsamer Wolf rührt die Rezensentin kaum.
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Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 22.05.2019

Rezensent Ulrich M. Schmid sieht Szczepan Twardoch mit diesen tagebuchartigen Prosastücken aus den Jahren 2007 bis 2015 in der Tradition von Witold Gombrowicz. Wie der Autor auf Reisen seine Umwelt beobachtet und reflektiert, findet Schmid lesenswert. Ob vor Jüngers Tür in Wilfingen, in Sibirien oder vor Spitzbergen, stets vermittelt ihm Twardoch die Wirklichkeit, wie er sie sieht, hellwach und nachdenklich. Die Übersetzung der Texte von Olaf Kühl findet Schmid "exquisit".

Rezensionsnotiz zu Deutschlandfunk Kultur, 20.04.2019

Rezensentin Sieglinde Geisel ist tief beeindruckt von diesem Buch des polnischen Autors Szczepan Twardoch, das man sich wohl als Mischung aus Tagebuch und Essay vorstellen muss. Einzelne Ereignisse zwischen den Jahren 2007 und 2015 bieten Twardoch immer wieder Anlass über den Sinn des Lebens nachzudenken, lesen wir: Es geht um Heimat und Fremde, um Geburt und Tod, essentielle Dinge also. Dabei ist das ganze ein " enorm verdichteter, sprachlich ausgefeilter Kunsttext", lobt die Rezensentin, der dennoch wie nebenbei die ganz großen Fragen berühre. Lob auch für den Übersetzer Olaf Kühl, der Twardochs literarische Sprache kongenial ins Deutsche übersetzt habe.
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