Sven Lager

Phosphor

Roman
Kiepenheuer und Witsch Verlag, Köln 2000
ISBN 9783462029062
Taschenbuch, 224 Seiten, 9,66 EUR

Klappentext

Sven Lagers Ich-Erzähler scheint am Anfang einsam zu sein, nur in der Matrix seiner eigenen Gedanken und Wahrnehmungen zu leben. Bis plötzlich Fanny auftaucht, in die er sich verliebt. Mit ihr geht er durch ein Berlin, das sich nicht nur wegen seiner plötzlichen Liebe ständig zu verändern scheint.

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 22.04.2000

Das Klima dieses Romans sei angenehm sagt Conny Lösch, "wie ein verkiffter, verquasselter Abend". Etwas zu ausführlich zeichnet die Rezensentin nach, wie der Held des Buchs in der Stadt herumhängt, seine inneren Monologe führt und sich am Ende am Ende verliebt. Ein Roman aus Berlin, in dem die Stadt aber offensichtlich keine sehr physische Präsenz gewinnt. Und ein Roman über das "Abwarten und Hoffen, dass endlich etwas passiert". Die Liebesgeschichte hat die Rezensentin zwar etwas gelangweilt, aber alles in allem will sie Lagers Buch nicht verreißen. Es sei "nicht hohl, sondern bringt Saiten zum Klingen."

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 22.03.2000

Etwas spöttisch berichtet Marius Meller vom ersten "richtig gedruckten Buch" des Internet-Literaten Sven Lager, das im Grunde aus "nur wenig mehr als einer U-Bahn-Fahrt, einem Rendevous und einem verbummelten Nachmittag" besteht. Er streift ein bißchen Themen und Ideen des Buches, und ist an manchen Stellen sogar richtig gefesselt. Trotzdem kommt ihm alles vor, wie aus dem Fernsehen abgeschrieben. Ein paar Reizwörter, wie "Rentnerkäfer", "Sound-Granulat" oder Erbsenköpfe" werden wie vertrocknete Rosinen aus dem Textteig gepult. Der Rest ist mildes Schweigen.
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