Werner Kriesi arbeitet nach einem Theologiestudium dreißig Jahre als reformierter Pfarrer. Kurz vor seiner Pensionierung bittet ein Gemeindemitglied: "Nächste Woche will ich sterben. Wenn Sie kein Feigling sind, Herr Pfarrer …" Werner Kriesi sagt zu, und bald wird er Freitodbegleiter bei der Sterbehilfeorganisation Exit. Seither hat Werner Kriesi hunderte Menschen beim Sterben begleitet. Unheilbar Kranke, Lebenssatte, Verzweifelte, Zufriedene. Von der jungen, an Krebs erkrankten Mutter über den Wissenschaftler mit beginnender Demenz bis zum katholischen Priester, der mit Gott im Reinen ist.
Rezensentin Catrin Stövesand schätzt das Buch von Suzann-Viola Renninger, weil es die Widersprüche der Sterbehilfe beleuchtet. Das Gespräch der Philosophin mit dem Freitodbegleiter Werner Kreisi von der Sterbehilfeorganisation Exit und die anschließenden Reflexionen und Hintergrundinfos eröffnen der Rezensentin den Blick auf die rechtlichen und ethischen Dimensionen des Themas. Kreisis Praxis-Erfahrungen geben einen detaillierten Eindruck vom Ablauf des Sterbehilfeprozesses und von der Arbeit des Seelsorgers, meint Stövesand. Eher ein Buch für Befürworter der Sterbehilfe, findet sie.
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