Über das eigene Lebensende autonom bestimmen zu können, ist der Wunsch vieler Menschen. Höchste Gerichte in Deutschland und Österreich erkennen das Recht auf assistierten Suizid als eine Form des selbstbestimmten Sterbens an. In der Schweiz tragen Sterbehilfeorganisationen zu einer breiteren Akzeptanz bei. Wie aber ist die Suizidhilfe ethisch zu rechtfertigen? Und wie soll die emergente Praxis geregelt und gelebt werden? Die Beiträger*innen widmen sich diesen Fragen aus interdisziplinärer Perspektive. Sie beleuchten dabei vor allem das Problem der Freiverantwortlichkeit eines Suizidwunschs sowie neu entstehende Vulnerabilitäten und analysieren so die soziokulturellen Herausforderungen für eine gute Versorgung am Lebensende.
Dieser Sammelband über den assistierten Suizid liefert dem merklich beeindruckten Rezensenten Matthias Bertsch wichtige Einblicke in ein Thema, das so umstritten und umkämpft ist wie wohl kein anderes. Palliativmediziner wie Juristen wägen sorgfältig zwischen Gründen für eine Liberalisierung (wie dem Recht auf selbstbestimmtes Sterben) und Gegenargumenten (wie der Gefahr von "übereilten Suizidentschlüssen") ab und betonen eben gerade, dass es hier keine klaren, einfachen Antworten gibt - was Bertsch als dem Thema angemessen lobt. Dem Kritiker imponiert der Band nicht nur durch die Fülle an Perspektiven, sondern auch dadurch, dass darin Menschen schreiben, die das Thema nicht nur aus der Theorie kennen, sondern vor allem aus der Praxis.
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