Klappentext

Der zweifache Pulitzer-Preisträger Steve Coll schildert mit zahlreichen bisher unbekannten Details Aufstieg, Leben und Einfluss der Familie Bin Laden, aus deren Mitte der meistgesuchte Terrorist der Welt stammt. Aus einfachen Verhältnissen im Jemen kommend, wurde sie in Saudi-Arabien zu einer der reichsten Familien des Landes mit globalen Beziehungen in Wirtschaft und Politik. Colls eindrucksvolles Porträt bietet auch neue Erkenntnisse über die Person Osama Bin Ladens.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 01.10.2008

Die Biografie, die Steve Coll von der Familie Bin Laden vorlegt, ist für Rezensent Alexander Görlach ohne Zweifel die bislang gründlichste Lebensdarstellung Usama Bin Ladens. Wenn der Autor den meistgesuchten Terroristen der Welt auch nicht selbst getroffen hat, so habe er doch mit Freunden, Bekannten und dessen Familie sprechen können, so der Rezensent, der die Ausführungen Colls über die Entwicklung Bin Ladens vom reichen Kritiker des saudischen Königshauses zum radikalen, militanten Kämpfer aufmerksam verfolgt. Auch, warum Bin Laden bis heute als "Pop-Ikone" von arabischen Jugendlichen verehrt wird, macht, wie Görlach findet, der Autor in seinem Buch nachvollziehbar. Dass Coll Bin Laden nicht dämonisiert, sondern ihn eher als "zurückhaltenden" Menschen zeichnet, scheint den Rezensenten zu überzeugen, ebenso wie die Vermutung des Autors, dass die medienwirksam in den Blick gerückte Terrororganisation Al Qaida im Falle einer Verhaftung Bin Ladens auch ohne ihren Anführer weiter operieren wird.
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Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 11.07.2008

Positiv bespricht Monika Jung-Mounib die Familienbiografie der bin Ladens des zweifachen Pulitzerpreisträgers Steve Bell, die vom Aufstieg der Dynastie, dank intensiver Vernetzung mit dem saudischen Königshaus, zu einem der mächtigsten Familienunternehmen der arabischen Welt erzählt. Obgleich die Rezensentin einräumt, wirklich neu sei lediglich die Information, dass der Clan des Terror-Chefs Osama bin Laden nach den Anschlägen vom 11. September infolge des gestiegenen Ölpreises enorme Gewinne erwirtschaftet habe. Dennoch findet sie insbesondere die Ausführungen über die Frage, wie sich die Familiengeschichte und die Tatsache, dass Osama zwischen zwei Welten heranwuchs, die gegensätzlicher nicht hätten sein können, auf dessen spätere Radikalisierung ausgewirkt haben. Gar "meisterhaft" findet sie aufgezeigt, inwiefern die Widersprüche Saudi-Arabiens im Hinblick auf Religion und Moderne sowie das von "Gier durchzogene Verhältnis" zu den USA Osamas ideologische Entwicklung beeinflusst hätten. Ihr Fazit: informativ und lesenswert.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 02.06.2008

Als "eindrucksvolles und brillantes Porträt" der Familie bin Laden würdigt Thomas Speckmann dieses Buch des zweifachen Pulitzer-Preisträger Steve Coll. Gespannt folgt er der auf über 700 Seiten erzählten Geschichte dieser einflussreichen Familie, aus der der immer noch weltweit gesuchte Terrorist Osama bin Laden stammt. Dabei spiegle der Autor die Familiengeschichte der bin Ladens gekonnt im "unruhigen" Bündnis zwischen Saudi-Arabien und den USA. Deutlich wird für Speckmann nicht nur das weit ausgreifende geschäftliche Engagement der Familie in den USA, wo sie Einkaufszentren, Mietshäuser, Wohnanlagen, luxuriöse Landsitze oder einen Flughafen  besaß, sondern auch, wie Osama bin Laden sich vom westlichen Lebensstil seiner Familie abwandte und den Weg des Terrorismus beschritt.
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