Stephan Bierling

Die Huckepack-Strategie

Europa muss die USA einspannen. Ein Standpunkt
Cover: Die Huckepack-Strategie
Edition Körber-Stiftung, Hamburg 2007
ISBN 9783896841322
Kartoniert, 105 Seiten, 10,00 EUR

Klappentext

Amerika braucht Europa nicht - aber Europa braucht Amerika. Der alte Kontinent verliert stetig an Macht - wirtschaftlich, politisch und militärisch. In der Rolle als kluge "Soft Power", die sich zurückhält und nicht offensiv Stellung bezieht, gerät sie zunehmend in eine Sackgasse. Europa muss seine Interessen konsequenter verteidigen - mit einer neuen globalen Strategie. Denn die wirtschaftlichen Verflechtungen nehmen stetig zu, zudem schwächen Atomwaffen und Terrorismus den Staatenbund. Aber auch ihr moralisches Selbstverständnis verbietet es den Europäern, von der Weltpolitik Abschied zu nehmen. Das Beispiel Israel zeigt, wie der Kleine den Großen beeinflussen kann. Stellen es die Europäer richtig an, wird ihnen die Supermacht USA helfen, wieder stärker auf die Weltpolitik einzuwirken. Eine neue Allianz ist gefordert - gegen die Widerstände der Antieuropäer drüben und der Antiamerikaner hüben. Der Politologe Stephan Bierling zeigt auf, wie dieser "New Deal" aussehen könnte, wie sich Europa dazu aufstellen muss und was von den Amerikanern zu erwarten ist.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 09.05.2008

Stephan Bierlings Eintreten für eine verstärkte europäische Partnerschaft mit den USA findet Rezensent Thomas Speckmann zwar nicht neu, die Stringenz seiner Argumentation jedoch hat ihn beeindruckt. So unpopulär es ist, den Europäern einen solchen Packen sicherheitspolitischer Hausaufgaben aufzubürden, so einleuchtend erscheint es Speckmann nach der Lektüre. Die vom Autor angeführten Beispiele Iran und Jihad-Terror machen dem Rezensenten die Brisanz der Lage bewusst und die Notwendigkeit zu verstehen, dass Europas "Soft Power" nicht zu trennen ist von Amerikas "Hard Power".
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