Angela Merkel hat einen bemerkenswerten Weg zur Staatsfrau zurückgelegt. Aufgewachsen in der sowjetischen Garnisonsstadt Templin, fasziniert von Kalifornien und überzeugt von der Macht der Freiheit und der Kraft ihrer Argumente, katapultierte sie sich in nur zwei Jahrzehnten an die Spitze der Staatenlenker. Als junge Tramperin erlebte sie den realsozialistischen Niedergang im Bahnhofsasyl von Tiflis, als Kanzlerin genoss sie den Pomp eines State Dinners im Weißen Haus. Die USA als segensbringende Nation mit Schwächesymptomen, das geliebte Russland und der ewige Putin als Reizfigur, die Treue gegenüber Israel, der stetige Hader mit der Last der Kriege - Merkels Welt ist klar definiert. Und wird letztlich am Schicksal Europas gemessen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10.06.2013
Die Reisestationen, zu denen der Autor die Kanzlerin begleitet, zeigen Karl-Rudolf Korte eine Angela Merkel mit Substanz. Analytisch schließt der Außenpolitikchef der SZ Stefan Kornelius mit seinem Buch laut Korte eine Lücke, da er dicht und prägnant Merkels Außen- und Europapolitik erkundet. Nebenher erfährt der Rezensent auch Neues über die polnischen Wurzeln Merkels und ihre sympathische Suche nach außenpolitischen Standpunkten, etwa im Garten des Weißen Hauses.
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