Aus dem Chinesischen von Marc Hermann. Nachwort von Sebastian Pirling. China in der nahen Zukunft. Der junge, ehrgeizige Beamte Song Cheng stößt auf einen gewaltigen Korruptionsskandal. Doch plötzlich wird er selbst ins Gefängnis geworfen. Dort taucht ein geheimnisvoller Mann mit einem Supercomputer auf, der ebenfalls verfolgt wird - weil er alles weiß. Einfach alles. Wie kann das sein? Und welche Konsequenzen hat das? Dieses Buch enthält ausführliche Anmerkungen zur Übersetzung und ein Nachwort.
Tim Caspar Boehme stört sich nicht an der Wissenschaftsterminologie, wenn in Cixin Lius Sci-Fi-Novelle von Superstringtheorie und Quantenmechanik die Rede ist. Schön knapp findet er die Prosa, krimihaft den Spannungsaufbau, die Sprache nicht spröde. Die Frage nach den Anfängen des Universums verbindet der Autor elegant mit den korrupten Verhältnissen im heutigen China. Boehme liest den Text über einen geschassten Provinzbeamten, der wider Willen Teil einer kosmischen Hackeraktion wird, als Parabel über die Folgen von allzu großer Transparenz.
Shida Bazyar: Die Lücken Heimesbach im Hunsrück ist ein fiktiver Ort, an dem sich neunzig Jahre deutscher Geschichte in die Mauern und Biografien eingenistet haben. Es ist eine Gemeinde, die ihre… Anne Carson: Rot Aus dem amerikanischen Englisch von Anja Utler. Der rote Junge Geryon ist unsterblich in Herkules verliebt, der dem Jüngling nicht zu widerstehen vermag. Auf dem Höhepunkt… Juli Zeh: Pony Show Eine prominente Verlegerin unter Mordverdacht. Ein spektakulärer Schwurgerichtsprozess. Und die Frage: Wie verhandelbar ist die Wahrheit? Sie ist über fünfzig, verheiratet… Anne Carson: Der bittersüße Eros Aus dem nordamerikanischen Englisch von Christina Dongowski. Es war eine Dichterin, Sappho, die dem Eros das paradoxe Attribut "bittersüß" gab. Dies geschah in der Zeit,…