Aus dem Chinesischen von Marc Hermann. Nachwort von Sebastian Pirling. China in der nahen Zukunft. Der junge, ehrgeizige Beamte Song Cheng stößt auf einen gewaltigen Korruptionsskandal. Doch plötzlich wird er selbst ins Gefängnis geworfen. Dort taucht ein geheimnisvoller Mann mit einem Supercomputer auf, der ebenfalls verfolgt wird - weil er alles weiß. Einfach alles. Wie kann das sein? Und welche Konsequenzen hat das? Dieses Buch enthält ausführliche Anmerkungen zur Übersetzung und ein Nachwort.
Tim Caspar Boehme stört sich nicht an der Wissenschaftsterminologie, wenn in Cixin Lius Sci-Fi-Novelle von Superstringtheorie und Quantenmechanik die Rede ist. Schön knapp findet er die Prosa, krimihaft den Spannungsaufbau, die Sprache nicht spröde. Die Frage nach den Anfängen des Universums verbindet der Autor elegant mit den korrupten Verhältnissen im heutigen China. Boehme liest den Text über einen geschassten Provinzbeamten, der wider Willen Teil einer kosmischen Hackeraktion wird, als Parabel über die Folgen von allzu großer Transparenz.
Julian Barnes: Abschied(e) Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte… Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In… Dorothee Elmiger: Die Holländerinnen Mit blinkenden Warnlichtern fährt die Erzählerin, eine namenlose Schriftstellerin, an den Straßenrand, als ein unerwarteter Anruf sie erreicht. Am Apparat ist ein gefeierter… Leila Slimani: Trag das Feuer weiter Aus dem Französischen von Amelie Thoma. Mia, erfolgreiche Schriftstellerin in Paris, kämpft mit "brain fog", einem Gehirnnebel, der ihre Erinnerungen und ihre Arbeit beeinträchtigt.…