Aus dem Französischen von Susanna und Johannes Rieder. Mit Illustrationen von Simon Roussin. Zwei Waisenbrüder werden in ihrer Kindheit durch ein dramatisches Ereignis voneinander getrennt. Henry schließt sich einem Trapper an und führt ein anständiges Leben, während Jesse zum meistgesuchten Verbrecher des Wilden Westens wird. Bis sie sich eines Tages wiederfinden ... "Der Bandit mit dem goldenen Colt" ist ein Bilderbuchwestern im wahrsten Sinne des Wortes. Postkutschenüberfall, Reiterszenen durch den Wilden Westen, Bankraub, Hinterhalte, gewaltige Natur und große Gefühle: Simon Roussin erzählt eine spannende Familientragödie und zitiert dabei das klassische Westerngenre in leuchtenden Filzstiftzeichnungen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 23.10.2017
Andreas Platthaus freut sich über das Buch gewordene Wagnis, den Wildwest-Comic von Simon Roussin ins Deutsche zu übersetzen. Wie der junge Autor in den Bildern seine Farbenfreude austobt, um den Leser in die Prärie zu entführen, wie er seine raffinierte Bilddramaturgie, in der Text und Bild getrennte Wege gehen, inszeniert, den Ton großer Mythen aufruft und zugleich die Ligne Claire mit Morris, Goscinny und Carl Barks kreuzt - das hat Platthaus schwer beeindruckt und begeistert. Comiclust abseits ausgetretener Pfade, empfiehlt der Rezensent.
Rezensionsnotiz zu
Die Tageszeitung, 10.10.2017
Die Saloons und Pistolen, die Cowboys und Sheriffs der alten Western haben es dem französischen Zeichner Simon Roussin sichtlich angetan, meint Rezensentin Eva-Christina Meier. Mutig nimmt er in seinem Bilderbuch über zwei ungleiche Brüder, die nach langer Trennung und sehr unterschiedlichen Schicksalen wieder zusammenfinden, die klassischen Motive auf, befreit sie jedoch durch die schrille Farbgebung seiner Filzstiftzeichnungen vom überkommenen Pathos und "Heroismus" der Vorbilder und schafft so ein individuelles und bemerkenswertes Werk, so die hingerissene Rezensentin, auf die sich das Vergnügen des Zeichners bei der Arbeit bei jedem Bild übertragen hat.
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