Aus dem Englischen von Philip Laubach-Kiani. Es gibt sie heute noch, die Cowboys, nur haben sie sehr wenig mit irgendwelchen Westernhelden aus Hollywood oder mit der Plakatwerbung der Tabakindustrie gemein. Mehr als ein Jahrzehnt hat der New Yorker Fotograf Luis Fabini mit den Cowboys den kargen Alltag geteilt und zeigt uns die raue Lebenswirklichkeit dieser Männer, die noch heute in den Weiten des amerikanischen Kontinents auf ihren Pferden das Vieh über Hochebenen, Prärien oder durch Sumpflandschaften treiben. Fabini war dafür mehrfach monatelang in acht Regionen des amerikanischen Kontinents unterwegs: Er trank Mate mit den Gauchos von Uruguay, war dabei, als die Cowboys von Nebraska die Kälber mit Brandzeichen markierten, übernachtete mit den Vaqueiros in der von Dornbüschen übersäten Steppe und begleitete die Pantaneiros beim Viehtrieb durch die riesige Sumpflandschaft des Pantanal, geplagt von Mücken, umgeben von Jaguaren, Kaimanen und Anakondas.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 13.02.2017
Michaela Metz schwelgt in den Bildern von Wade Davis und Luis Fabini in diesem Band über Cowboys. Was die Autoren in zehn Jahren in den Prärien Nordamerikas, in den Anden oder den Buschlandschaften im Südwesten Brasiliens an Informationen und Fotos von Cowboys und ihrer Arbeit zusammengetragen haben, eröffnet Metz eine ganze vielschichtige Kultur. Über die Entwicklung des Pferdes zum Steppenbewohner, zum Streitross und schließlich zum unverzichtbaren Gefährten der Büffelnomaden erfährt Metz, erkennt den Stolz und den offenen Blick in den Gesichtern der Porträtierten und berauscht sich an schönen Landschaften, Pferden und Momenten der Ruhe und der Aktion.
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