Simon Armitage

Zoom!

Gedichte
Cover: Zoom!
Berlin Verlag, Berlin 2011
ISBN 9783827009067
Gebunden, 86 Seiten, 28,00 EUR

Klappentext

Aus dem Englischen von jan Wagner. "Kennt ihr schon den mit dem Typen aus Heaton Mersey?" Ein Kneipenvortrag könnte mit diesen Worten beginnen, der Auftritt eines Thekenentertainers, der sein Publikum mit Witz, Charme und erzählerischer Raffinesse zu fesseln weiß. Zugleich aber ist es die erste Zeile des Gedichtbandes "Zoom!", mit dem Simon Armitage 1989 in der Lyrikszene Großbritanniens seinen fulminanten Einstand hatte. In seinen Gedichten haben Fußball, Pub- und Popkultur so selbstverständlich ihren Platz wie literarisches und philosophisches Erbe. Armitages Lyrik ist im besten Sinne welthaltig, offen für die Wirklichkeit mit allen Düften und Dünsten, mit Schönem und Schäbigem, und reflektiert den Oberflächenglanz un serer Zeit ebenso wie die darunter verborgenen Risse und klaffenden Abgründe - ohne dabei an Ironie und Understatement, an absurden, ja an surrealen Momenten zu sparen.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 13.06.2012

Große Stücke hält Tobias Döring auf diese Auswahl mit Gedichten des britischen Lyrikers Simon Armitage aus den letzten zwei Jahrzehnten. Große Stücke auf Armitages Begriff von Lyrik als Mittel des öffentlichen Dialogs, der freilich überraschen kann mit Bizarrerien und Nonsense. Auf dessen programmatisches Verständnis von Alltags- und Regionalsprache in der Tradition der Modernisten und der Romantiker. Und (nicht zuletzt) große Stücke auf Jan Wagners Wort- und Bildregister und seinen Tonfall, der, wie Döring findet, dem Original sogar mitunter Nuancen hinzuzufügen vermag.
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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 22.06.2011

Sehr erfreut ist Hans-Peter Kunisch über das Erscheinen, die Auswahl und die Übersetzung der Gedichte von Simon Armitage sowie das Nachwort von Jan Wagner. Denn die Texte gefallen ihm in ihrer lässigen, bänkelsängerhaften Lakonie (die er dem Autor voll und ganz abnimmt) und rhythmischen Balance. Hier verbinden sie, staunt Kunisch, sprachliche Könnerschaft und Street Credibility. Etwas enttäuscht zeigt sich Kunisch jedoch, dass der Herausgeber die Texte im Nachwort nicht gründlicher einordnet, seine Auswahl begründet. Lässliche, doch immerhin spürbare Sünde für Kunisch auch, wenn Wagner nicht selten übers Ziel hinausschießt und Armitages unaufgeregt rockende Lyrik einen Tick zu gewählt überträgt. Das Glück, diesen Autor in seinen Gedichten endlich kennenzulernen, schmälert das für Kunisch jedoch kaum.
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