Tom Schulz

Innere Musik

Gedichte
Cover: Innere Musik
Berlin Verlag, Berlin 2012
ISBN 9783827010681
Gebunden, 120 Seiten, 19,99 EUR

Klappentext

Ist nicht jedes gelungene Gedicht eine amouröse Verwicklung mit der Sprache? Das fragte Tom Schulz in seinem Nachwort zu Nicolas Borns Liebesgedichten, und es mag als geheime Devise des Autors stehen. Dass er sich von einer rein postmodernen Lyrik und ihren lexikalischen Fachsprachen abwendet, führt zu geglückten Figuren - wie seine Variationen auf Gedichte der Romantik und des Barock zeigen -, zu einem dunklen Traum in heller Nacht. Dichten heißt, wie Paul Valéry formulierte, Voraussehen. Schulz' Gedichte entwickeln diese seherische Gabe. Sie beginnen (sich) zu verändern, indem sie Denken und Fühlen, Reflexion und Emphase in sich vereinen.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 28.02.2013

Etwas für Synästhesisten hat Angelika Overath anzubieten. In den besten Momenten des Gedichtbandes von Tom Schulz kann Overath Bilder hören! Dabei gelingt die Vermittlung solch hyperrealen beobachtenden Empfindens nicht immer, wenn Schulz Landschaft und ein lyrisches Wir zu verknüpfen versucht oder Lektüre und Malerei bedichtet, wie Overath einräumt. Allerdings: der Mut, mit denen der Autor seine Wahrnehmung und die handwerklichen Mittel einsetzt, und die geradezu erotische Leidenschaft für die Sprache, mit der er "bilinguale Sensationen zwischen Zunge und Zeilenbruch" bereitet, haben die Rezensentin zweifellos beeindruckt.

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 24.11.2012

Für Rezensentin Peggy Neidel ist Tom Schulz eine feste Größe in der Berliner Lyrikszene. Sie gibt aber zu, dass man eine gewisse Vorliebe für die "Wildheit und Zärtlichkeit der Sprache" ebenso braucht wie für den Topos der Vergänglichkeit und ein barocken Ton. Außerdem empfiehlt Neidel, über gewisse kitischige Passagen hinwegzulesen. Dann nämlich wird man mit wunderbarer Ironie belohnt. Für die "Wurmstichigkeit in verbotener Frucht" wird man also reichlich belohnt mit einem "Selbst mit Meerschweinchen".
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