Matthias Göritz

Pools

Gedichte
Cover: Pools
Berlin Verlag, Berlin 2006
ISBN 9783827006622
Gebunden, 96 Seiten, 18,00 EUR

Klappentext

Der Titel ist ein Anagramm aus Loops, dem ersten Gedichtband von Matthias Göritz. Er fasst das Element ein, das zu einer Essenz des Dichterischen wurde: das Wasser. Wie das flüchtige, formlose Element Wasser, das einem zwischen den Fingern zerrinnt, wird auch Sprache im Gedicht nur angehalten, aufgefangen wie in einem - Pool. In den Gedichten aus "Pools" sammeln sich die Erfahrungen von Liebe, Kindheit und Landschaft. Und sie bieten für den Moment der Lektüre einen Ort der Betrachtung, spiegelnd, blau wie, beispielsweise, die künstliche Wassergartenlandschaft unserer Vororte. Und erzeugen einen Rhythmus des Kreisens, der drängend und immer schneller einen Ton einfordert, der "aus den Festlegungen" herausführt, wie Rolf Dieter Brinkmann formulierte.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 14.02.2007

Matthias Göritz, der bereits als Romancier, Lyriker und Übersetzer aufgefallen ist, legt nun mit "Pools" einen weiteren Gedichtband vor, stellt Sandra Pott fest. Sie sieht es den verschiedenen Sujets und den wechselnden Tonfällen des Autors geschuldet, dass seine Kritiker zu ganz unterschiedlichen Einschätzungen seiner Texte kommen. Sie selbst glaubt, dass Göritz mit seinen Gedichten einen dritten Weg zwischen der Brinkmannschen Abkehr von überkommener Sprache und der Grünbeinschen Wiederbelebung tradierter Formen einschlägt und er sich jenseits jeglicher "Erlebnislyrik" an der Realität abarbeitet. Dabei schlage er mal einen sachlichen, mal einen "hohen" wiewohl "ironisch gebrochenen" Ton an, so Pott weiter, die zwar nicht alle Texte gleich gelungen findet, insgesamt von dem Band aber sehr angetan ist.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 02.10.2006

Michael Braun freut sich, im neuen Band des Lyrikers Matthias Göritz eine schon verschwunden geglaubte Ader deutscher Dichter entdeckt zu haben - den romantischen Poeten, der vom aufgehenden Mond schreibt statt in abgeklärter Ironie zu dichten. Zudem sei die Beschäftigung mit asiatischen Lyriktraditionen, die Göritz zuletzt als Übersetzer koreanischer Modernisten fruchtbar gemacht hat, in "Loops" nicht nur zwischen den Zeilen zu spüren. In auf Kernbegriffe reduzierten Gedichten meditiere der Autor konzentriert über "Schöpfungswunder", bringe allerdings, so der einzige Einwand des Rezensenten, nicht in allen Texten seine Kunst "zum Leuchten".
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