Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 20.07.2002
Hanno Helbling ist verärgert. Silvio Pellicos Erinnerungen an seine zehn Jahre dauernde Gefängniszeit, die erstmalig 1832 erschienen und zum Kultbuch wurden, hätten eine behutsame sprachliche "Renovation" vertragen können, moniert der Rezensent. Er findet es unverständlich, dass die Aufzeichnungen nach einer 100 Jahre alten Reclam-Ausgabe gedruckt worden sind, deren Übersetzung, wie er vermutet, schon zum damaligen Zeitpunkt verstaubt gewirkt haben muss. Dass dann das Vorwort noch nicht mal mit dem Entstehungsdatum des Textes aufwartet und statt dessen lediglich Mitgefühl zum Ausdruck bringt, kann den Rezensenten mit diesem Buch erst recht nicht versöhnen.
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