Auf den ersten Blick haben Wasser und Wissen, Erbgut und Atmosphäre nichts gemeinsam. Was sie aber eint, ist, dass sie zum Nötigsten für ein menschliches Leben gehören. Doch sie gehen der Gesellschaft immer mehr verloren, weil sie privatisiert und der allgemeinen Verfügung entzogen, missbraucht oder unbezahlbar werden. Die Welt gehört nicht mehr allen, sie wird eingezäunt und kommerzialisiert zu unserem Schaden. Davon zeugen die weltweiten Konflikte über die Trinkwasserversorgung, den Zugang zu neuen Technologien oder den Umgang mit Regenwäldern. Wir stehen an einem Scheidepunkt, an dem ein neuer Blick auf unsere gemeinsamen Besitztümer erforderlich ist. Dieses Buch will diesen neuen Blick ermöglichen. Es zeigt die Vielfalt unserer Gemeingüter und welch ungeheures Potenzial in ihnen steckt. Es macht uns vertraut mit Dingen wie Creative Commons, Slow Food und der Wissensallmende.
Als "anregend" beschreibt Rezensentin Christiane Grefe diese im Auftrag der Heinrich-Böll-Stiftung entstandene Aufsatzsammlung über Fragen der Besitzverhältnisse an den internationalen Natur- und Energieresourcen. Viele der Aufsätze liefern Grefe zufolge wichtige Denkanstöße, denn die von Silke Helfrich versammelten Autoren unternehmen aus Sicht der Rezensentin erstmals den Versuch, zwischen "natürlichen Ressourcen wie dem Boden" und "technisch ermöglichten wie der freien Software", sozialen Räumen oder globalem Gemeingut wie der Atmosphäre Gemeinsamkeiten aufzuzeigen. Obwohl das Buch nicht alle Fragen überzeugend stellt oder gar beantwortet, manches sich aus Rezensentinnensicht auch etwas hölzern liest, dokumentiert das Buch für sie insgesamt sehr überzeugend eine Suchbewegung, die "in die richtige Richtung geht". Denn bei den behandelten Themen steht das Nachdenken erst am Anfang.
Juli Zeh: Pony Show Eine prominente Verlegerin unter Mordverdacht. Ein spektakulärer Schwurgerichtsprozess. Und die Frage: Wie verhandelbar ist die Wahrheit? Sie ist über fünfzig, verheiratet… Shida Bazyar: Die Lücken Heimesbach im Hunsrück ist ein fiktiver Ort, an dem sich neunzig Jahre deutscher Geschichte in die Mauern und Biografien eingenistet haben. Es ist eine Gemeinde, die ihre… Botho Strauß: Bleiben und Blicken In Botho Strauß' neuem Buch geht es um die Zeit und ihr Vergehen, um den Zauber der Kunst, um das Originale und das Eigentliche. Vor allem sind es Begegnungen und Nichtbegegnungen,… Dana Vowinckel: Anton und Alma Anton und Alma lernen sich bei einem Schüleraustausch in der Bretagne kennen. Jahre später treffen sie sich auf einer Party wieder. Beide kommen aus Berlin und studieren…