Herausgegeben von Klaus Töpfer, Dolores Volkert und Ulrich Mans. Seit "Stuttgart 21" verkörpert Bürgerbeteiligung wieder die Möglichkeit, Demokratie aktiv mitzugestalten: Immer mehr Menschen bekunden ihren Willen, mitzureden und mitzuentscheiden oft lautstark und manchmal schrill. Aber auch die Politik erkennt zunehmend die Bedeutung bürgerschaftlicher Teilhabe vor allem, wenn es um die Umsetzung des "Gemeinschaftswerks Energiewende" geht.Doch wie kann das in der Gesellschaft vorhandene Wissen beispielsweise für die Realisierung großer Infrastrukturprojekte nutzbar gemacht werden? Wie müssen Partizipationsmodelle beschaffen sein, um demokratisch legitimierte und von der Bevölkerung akzeptierte politische Entscheidungen hervorzubringen? Das hochkarätige Autorenteam liefert inspirierende, manchmal auch provozierende Antworten auf diese Fragen und leistet so einen wertvollen Beitrag zur Belebung unserer demokratischen Kultur.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 29.04.2014
Transparenz und Öffentlichkeit, aber dem Volkswillen eine Grenze, so sieht Stefan Dietrich den Tenor der hier versammelten aus einer Tagung am Potsdamer Institut für Nachhaltigkeitsstudien hervorgegangenen 14 Beiträge. Wie die Akzeptanz für die Energiewende erreicht werden kann, dazu liest der Rezensent unterschiedliche Meinungen. Ob die "Zukunftsklammern" und Volksversammlungen von Klaus Leggewie helfen, die Beschränkung der Delegetimierung von Institutionen der repräsentativen Demokratie (Reinhard Loske) oder echte "Bottom-up-Beteiligung" (Wolfram König) überlegt er und einigt sich mit den Autoren auf den oben genannten Tenor.
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