Sebastian Conrad

Globalgeschichte

Eine Einführung
Cover: Globalgeschichte
C. H. Beck Verlag, München 2013
ISBN 9783406645372
Broschiert, 300 Seiten, 14,95 EUR

Klappentext

Globalgeschichte ist in den letzten Jahren zu einem der wichtigsten Felder der Geschichtswissenschaft geworden. Aber was ist unter dem Begriff genau zu verstehen? Geht es um die Geschichte des gesamten Planeten? Um die Geschichte der menschlichen Spezies, gar um "Big history", die Zeit seit dem Urknall? Oder handelt es sich eher um eine bestimmte Perspektive, anhand derer auch die Geschichte eines kleinen Dorfes untersucht werden kann? Welche Fragen lassen sich in globaler Perspektive besser beantworten, welche Zusammenhänge kommen dadurch erst in den Blick? Sebastian Conrad, neben Jürgen Osterhammel wohl der bekannteste Vertreter der Globalgeschichte in Deutschland, führt in diesem Buch anschaulich und anhand konkreter Beispiele in das Forschungsfeld ein und stellt die zentralen Fragen und Theorien sowie die wichtigsten Themen und Kontroversen vor.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 02.10.2013

Ein paar Fragen hat Hedwig Richter schon noch nach der für sie alles in allem erfrischenden wie hilfreichen Lektüre von Sebastian Conrads Einführung in die Globalgeschichte. Zum Beispiel stellt sich der Rezensentin angesichts der im Band präsentierten mannigfachen Perspektiven auf Geschichte die Frage, was wirklich dran ist am Eurozentrismus oder wie normativ Wissenschaft sein darf. Oder auch, wenn der Autor den Kitsch bei der Darstellung indigener Völker verurteilt, was solche Ablehnungen westlicher Narrative eigentlich bringen, wenn sich ex negativo doch wieder alles um den Westen dreht.
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Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 14.03.2013

Hellauf begeistert zeigt sich der Historiker und Afrikawissenschaftler Andreas Eckert von Sebastian Conrads Einführung in die "Globalgeschichte". Dabei hebt der Rezensent besonders lobend hervor, dass Conrad mit Vorurteilen gegenüber dieser zur Zeit enorm populären geschichtswissenschaftlichen Strömung aufräumt, indem er etwa gleich zu Beginn Globalgeschichte nicht als heiligen Gral der Historiker, sondern als eine wissenschaftliche Perspektive unter anderen ansieht. Auch den Globalgeschichtlern häufig vorgeworfenen Schwerpunkt auf westliche Geschichte und Quellen kann Eckert bei Conrad angesichts dessen ausführlicher Berücksichtigung etwa ostasiatischer Quellen nicht finden. Für Eckert ist dieses Buch "nicht nur souverän, sondern gerade für Nichteingeweihte eine besonders zugängliche Einführung in ein spannendes Feld".