Scott Huler

Die Sprache des Windes

Wie ein Admiral aus dem 19. Jahrhundert Wissenschaft in Poesie verwandelt
Cover: Die Sprache des Windes
Marebuchverlag, Hamburg 2009
ISBN 9783866481145
Gebunden, 318 Seiten, 23,00 EUR

Klappentext

Er arbeitet als Lektor bei einem Verlag, als er in seinem Wörterbuch über die Beaufort-Skala stolpert. Scott Huler ist hingerissen von der Präzision und Schönheit der Skala, die mit nur 110 Wörtern zwölf Grade und Abstufungen des Windes beschreibt: von Beaufort 0 "Windstille; völlig ruhige, spiegelglatte See" bis Beaufort 12 "Orkan; außergewöhnlich schwere See; Luft mit Schaum und Gischt angefüllt. See vollständig weiß." Wissenschaftlich genau lässt sich die jahrhundertealte Skala auf eine allgegenwärtige Naturgewalt anwenden; zugleich wird sie in ihrer Klarheit höchsten stilistischen Ansprüchen gerecht. Inspiriert durch diese bahnbrechende Erfindung, macht Scott Huler sich auf zu einer weiten Forschungsreise über Land und Meer und quer durch die Jahrhunderte. Er begibt sich auf die Spuren des legendären und brillanten Francis Beaufort und damit auch auf die zahlreicher Vordenker und Zeitgenossen, unter ihnen Daniel Defoe und Charles Darwin, Captain Bligh und Captain Cook.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 16.10.2009

Ein Buch wie ein Schatz hat Rezensent Harald Eggebrecht da gelesen, ach was, verschlungen. Dem Wind auf der Spur folgt er dem Autor in seiner "Begeisterung für Beauforts", die unter anderem eine Lebensbeschreibung Francis Beauforts zur Folge hat und durch "mäanderndes Erzählen", worin Scott Huler offenbar ein Meister ist, neben Selbsterlebtem (auf dem Segelschiff oder in Bibliotheken) auch ein Panorama der Naturwissenschaften und ihrer Vertreter im 18. und 19. Jahrhundert. Das alles serviert Huler dem Rezensenten detailreich und klar und zugleich unterhaltsam, leicht und in der Art großer Abenteuerromane. Und die Übersetzung von Harald Stadler findet Eggebrecht auch klasse.
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