Aus dem Englischen von Rudolf Mast. 19. Mai 1845, Greenhithe, England: Sir John Franklin macht sich mit 134 Männern und zwei Schiffen, der Terror und der Erebus, auf den Weg ins arktische Eis, um den letzten weißen Fleck der Nordwestpassage zu kartieren. Drei Jahre später verschwinden die Schiffe, ihr Schicksal und das ihrer Crews bleibt mehr als anderthalb Jahrhunderte lang ein Rätsel - bis 2014 vor der Nordküste Kanadas ein wahrhaftiger Schatz gefunden wird: das Wrack der HMS Erebus. Michael Palin entfaltet die so glanzvolle wie tragische Geschichte der Erebus; von ihrem Stapellauf über zahlreiche Fahrten auf allen Weltmeeren und die legendäre Reise in die Antarktis, die ihr und den vom Forschungsgeist getriebenen Entdeckern Ruhm brachte, bis hin zu der verhängnisvollen Expedition in die Arktis, die in einer Katastrophe endete.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 06.11.2019
Es dauert ein bisschen, bis Michael Palins Buch fahrt aufnimmt, gesteht Rezensent Günther Wessel, aber wenn die Erebus erst einmal das Mittelmeer verlassen hat und auf Geheiß der Admiralität ihrer Majestät zu Expeditionen ins Polargebiet aufbricht, wird es spannend, versichert Wessel. Der frühere Monty-Python-Star kann einfach anschaulich und fesselnd erzählen, freut sich der Rezensent, der Sir John Franklin freudig ins Polarmeer folgt, auf der Suche nach der Nordwestpassage. Das Verschwinden des Schiffes und seiner 130 Mann starken Besatzung blieb anderthalb Jahrhundert ein Rätsel, bis das Wrack der Erebus 2014 vor Kanadas Küste entdeckt wurde. Tolles Buch, findet Wessel.
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