Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 17.12.2008
Die Rezensentin packt der Neid angesichts der Idylle mit Katze, wie sie Sarah Kirsch in ihren Tagebuchaufzeichnungen ein ums andere Mal entwirft. Dass Beatrice Eichmann-Leutenegger das Buch dennoch genießen kann, liegt am bisweilen grimmigen Humor der Autorin, an ihrer Neigung zur Ironie und an ihrer unprätentiösen Art, Alltägliches und Bedeutsames, Fensterputzen, Pflanzenkunde und Nachrichten von den Kriegsschauplätzen der Welt ganz unhierarchisch nebeneinander zu stellen. Betreffend Stillage und Sprachmaterial fühlt sich die Rezensentin bei diesen Texten aus der Zeit von April bis September 2004 angenehm an die Notizen aus Kirschs "Regenkatze" erinnert.
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