Mehr als 700.000 Schülerinnen und Schüler in Deutschland sind muslimischen Glaubens. Sie sind längst keine Minderheit mehr und prägen Schulen und Wohnort durch eigene Werte, Traditionen und Rituale. Das Miteinander Leben und Lernen verläuft allerdings nicht immer konfliktfrei und bedeutet neue Herausforderungen für Lehrer, Eltern und Schüler. Mit der Initiative "Voneinander Lernen - Praxisforum Schule und Islam" hat die Körber-Stiftung, gemeinsam mit der Kultusministerkonferenz der Länder, Pädagogen nach ihren Erfahrungen und erfolgreichen, praxiserprobten Ideen und Projekten zum Umgang mit diesen Herausforderungen gefragt. Ob Theaterspiel, die bewusste Thematisierung von Unterschiedlichkeiten im Unterricht, die Erforschung der eigenen Familiengeschichte oder die Entwicklungen von interkulturellen Schulprofilen - Pädagogen zwischen Schleswig -Holstein und Bayern haben Projekte entwickelt, die sich für den Dialog nutzen lassen. Ein Praxisbuch für den Unterricht und für Schulen, die sich als zentralen Lern- und Lebensraum für den ganzen Stadtteil verstehen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 07.02.2006
Nützlich erscheint Rezensentin Antje Schrupp dieses von Sanem Kleff herausgegebene praxisorientierte Handbuch,, greife es doch ein von deutschen Kultusministerien vernachlässigtes Thema auf. Die Beiträge - Interviews, Diskussionsmitschriften, pädagogische Konzeptpapiere und Erfahrungsberichte - gehen nach Ansicht Schrupps weit über die Frage nach dem Religionsunterricht für muslimische Schülerinnen und Schüler hinaus. Sie zeigten auch, wie sich der Islam in Fächern wie Deutsch, Geschichte oder sogar Mathematik einbeziehen ließe. Schrupp hebt hervor, dass die Beiträge auch die "klassischen Problemfelder" wie den Schwimmbadbesuch muslimischer Mädchen, den Umgang mit dem Kopftuch oder die soziale Benachteiligung muslimischer Kinder behandeln. Die Lektüre des Bandes verdeutlicht für sie wieder einmal, wie wichtig es ist, die Lehrkräfte in Sachen Islam kompetenter zu machen.
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