Radikale Islamkritik tut sich hierzulande schwer, wird sie doch des Rassismus und des Fremdenhasses verdächtigt. Der Autor findet diese Haltung unbegreiflich, ja skandalös. Dieses Buch ist eine kritische Auseinandersetzung mit dem gegenwärtigen Islam und eine scharfzüngige Abrechnung mit der Linken, die allzu oft jede Islamkritik des Rechtspopulismus verdächtigt. Zudem ist es eine offene und selbstkritische Auseinandersetzung eines renommierten Nordafrika-Korrespondenten mit dem Islam, dessen langjähriger Aufenthalt in arabischen Ländern ihn langsam zum Islamkritiker werden ließ.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 20.04.2017
Wer so hart angreift, muss gut geschützt sein, weiß Rezensent Beat Stauffer und Samuel Schirmbeck ist es. Nüchtern, fundiert und gründlich recherchiert sei sein Buch, dessen Titel Stauffer zwar kritisiert, da sinnlos provokant, das er sonst jedoch mit größtem Interesse und mit Einsicht gelesen hat. Schirmbeck, lesen wir, fordert darin vehement eine konstruktive Islamkritik, greift den radikalen, konservativen Islam an, genauso wie jene links-grünen Kreise, die jede Kritik als "Islamophobie" ablehnen und abwürgen und damit zu "Komplizen freiheits- und frauenfeindlicher Islamverbände" werden. Schirmbecks Thesen seien brisant, aber wichtig, Stauffer wünscht sich, dass sie gelesen werden.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 13.01.2017
Regina Mönch kann viel lernen bei Samuel Schirmbeck. Was der langjährige ARD-Korrespondent im Maghreb in seinem Buch an Islamkritik versammelt von islamischen Philosophen, Geistlichen und Schriftstellern, macht Mönch zweierlei deutlich: Wie wohltuend bei all der Doppelmoral eine klare Stimme ohne pädagogischen Furor wie diejenige Schirmbecks wirkt. Und wie wichtig es ist, für eine weltoffene Auslegung des Korans eintretenden Muslimen Gehör entgegenzubringen. Schirmbecks "scharfzüngiger", wachrüttelnder Angriff gegen Linke, Sozialdemokraten und Grüne und ihre Disqualifizierung offener Islamkritik scheint Mönch vor diesem Hintergrund berechtigt.
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