Erstmals schildert Ronald D. Gerste langfristige Klimaschwankungen und kurzzeitige Wetterepisoden, die das Schicksal der Menschheit geprägt haben, führt die Leser durch verschiedene Epochen und zeigt, welchen Einfluss das Klima und sein Wandel auf die Blüte wie den Zerfall von Kulturen haben. Zugleich betrachtet er auch jene Ereignisse, bei denen das Wetter über einen kurzen Zeitraum - manchmal an nur wenigen Tagen - zum historischen Entscheidungsfaktor wurde. Ein hochaktuelles Buch, das zeigt, dass unsere Geschichte und die Entwicklung unserer Kultur stärker vom Klima und vom Wetter geprägt wurden, als uns bewusst ist.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 09.01.2016
Einiges über das Klima der vergangenen Jahrtausende lässt sich herausfinden, wenn man Eisberge und Bäume zersägt, weiß Thorsten Gräbe. Ronald Gerste koppelt solche naturwissenschaftlichen Mittel in seinem Buch "Wie das Wetter Geschichte macht" mit früheren Wetteraufzeichnungen, die vor allem Ausnahmeerscheinungen verzeichneten, berichtet der Rezensent, dem das Material dabei insgesamt ein wenig zu militärbetont ist. Außer einigen interessanten Korrelationen von Klimaphänomenen und Politik - etwa einer allgemeinen Erwärmung und der Expansion Roms in der Antike - bleiben für Gräbe am Ende zu wenig allgemeine Aussagen übrig, die über das Verhältnis von Wetter und Schlachtenglück hinausgehen.
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