Die Überblicksdarstellung zur langen Geschichte des österreichischen Staatsvertrags! Ausgehend vom Zweiten Weltkrieg, der Moskauer Deklaration und der alliierten Nachkriegsplanung zeichnet Rolf Steininger den Weg zum Abschluss des österreichischen Staatsvertrags am 15. Mai 1955 nach. So werden in dieser griffigen Gesamtschau die einzelnen Stationen im ersten Jahrzehnt der Zweiten Republik analysiert. Das Besondere ist dabei nicht nur der Rückgriff auf die Zeit ab dem "Anschluss" von 1938, sondern auch erstmals das Aufzeigen der Zusammenhänge von Staatsvertrag, deutscher Frage und Kaltem Krieg.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 17.10.2005
Als einen "der besten Kenner der archivalischen Grundlagen europäischer Geschichte im 20. Jahrhundert" würdigt Klaus Hildebrand den Historiker Rolf Steininger, der nun eine Arbeit über den österreichischen Staatsvertrag vorgelegt hat. Vor 50 Jahren, am 15. Mai 1955, unterzeichneten die vier Siegermächte des Zweiten Weltkrieges und die Republik Österreich in Wien diesen Staatsvertrag, der Österreich unter der Bedingung, sich zur Neutralität zu verpflichten, die Souveränität schenkte. Steininger habe das Jubiläumsdatum zum Anlass genommen, den Weg zum Staatsvertrag vor dem Hintergrund der wechselvollen Geschichte Österreichs nach dem Ende des Ersten Weltkrieges nachzuzeichnen. Über das Buch selbst erfährt man vom Rezensenten bedauerlicherweise kaum etwas. Dafür unterrichtet er den Leser darüber, warum Russen und Amerikaner die Unabhängigkeit und Neutralität Österreichs als für ihre Interessen vorteilhaft einschätzten.
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